Wiener Flair in der Kulturmühle

von Redaktion

Blaskapelle Bruckmühl verzaubert Publikum bei Neujahrskonzert

Bruckmühl – Die Blaskapelle Bruckmühl sorgte am vergangenen Sonntag bei ihrem Neujahrskonzert in der Kulturmühle für einen Hauch von Wiener Flair. 37 festlich gekleidete Musiker, die Damen in langen Abendroben, die Herren mit Fliege, füllten unter der Leitung von Martina Riedl das mit viel Feingefühl zusammengestellte Musikprogramm. Das Publikum zeigte sich im voll besetzten Konzertsaal am Ende des eineinhalbstündigen Konzerts begeistert. Für Lacher sorgten die Musiker während des Konzerts durch ihre humorvollen Überleitungen zwischen den Musikstücken.

Stammgäste und Politiker begrüßt

Stellvertretend für den erkrankten Vorsitzenden der Blaskapelle, Thomas Krapichler, freute sich Dirigentin Riedl bei ihrer Begrüßung über den großen Besucherzuspruch. Neben Stammgästen konnte sie die komplette Rathausspitze, Marktgemeinderäte, Vorstände und Dirigenten befreundeter Musikkapellen sowie den Landtagsabgeordneten Josef Lausch begrüßen. Mit der Bruckmühler Marktfanfare startete eine zwölfköpfige Besetzung die Konzertreise. Die Fanfare hatte der Bruckmühler Hubert Meixner zum 40-jährigen Jubiläum der Markterhebung komponiert. Mit der folgenden Fächer-Polonaise von Carl Michael Ziehrer, mit der alljährlich der Wiener Opernball eröffnet wird, schlug das Orchester mit spürbar viel Herzblut einen Bogen zur österreichischen Landeshauptstadt. Beim Bravur-Walzer „Frühlingsstimmen“ von Johann Strauss Sohn, einem bekannten Gassenhauer und festen Bestandteil der Wiener Ballsaal-Kultur, spielten die Bruckmühler Musiker auf. Bürgermeister Richard Richter bewies mit seiner humorvollen und unterhaltsamen Neujahrsansprache kabarettistisches Fingerspitzengefühl. Dabei setzte er sich auch kritisch mit dem derzeitigen gesellschaftlichen Miteinander auseinander. Mit der „Bitte schön“-Polka Francese von Johann Strauss Sohn wurde das Publikum zum Mittanzen aufgefordert. Flott ging es mit dem „Wiener Jubel Gruß“ weiter. Der anlässlich der Hochzeit zwischen Kronprinz Rudolf und der belgischen Prinzessin Stefanie komponierte Walzer von Johann Strauss Sohn führte zum Füße-Wippen bei den Konzertbesuchern. Quasi im Galopp fegte das Blasorchester zur Freude der Musikliebhaber bei der Polka „Ohne Sorgen“ von Josef Strauß über das Holzparkett. Mit „Mack the Knife“ wechselten die Musiker ins internationale Musikgenre. Hier überzeugte das Orchester bei der „Moritat von Mackie Messer“ in der Cover-Version von Robbie Williams.

Bei dem letzten Musikstück wurde es nach der augenzwinkernden Anmoderation „Jetzt feiern wir eine Orgie mit einem bunten Mix aus Tanz und Erotik“ richtig wild. Mit der Darbietung von „The crazy Charleston Era“ hielten die Goldenen Zwanziger in der Kulturmühle Einzug. Mit witzigen Instrumenteneffekten und Kapriolen präsentierte das Orchester einen perfekten musikalischen Parforceritt.

Viel Beifall
vom Publikum

Den Schlusspunkt setzten drei mit viel Beifall geforderte Zugaben. Nach „Kaiserin Sissi“ und dem traditionellen „Müller-zu-Prugg-Marsch“ von Dr. Michael Stacheder folgte der „Radetzky Marsch“.

Im Anschluss an den offiziellen Konzertteil nutzten viele Gäste das Angebot zum Mittagessen oder Kaffeeklatsch. Für die musikalische Umrahmung sorgten Patrizia Mecher am Flügel und die Musiker von „Bierbankblech“.

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