Neujahrsempfang in Großhöhenrain

von Redaktion

Bürgermeister Zistl ehrt Bürger für besondere Leistungen und Engagement

Feldkirchen-Westerham – Wenn sich Bürgermeister Johannes Zistl seine Trachtenjoppe anzieht und die goldene Amtskette um den Halshängt, dann geschieht immer etwas Außergewöhnliches. Am vergangenen Samstag war es der Neujahrsempfang, der traditionell zu den festlichen Höhepunkten gehört.

Farbe und Vielfalt
für den Alltag

Schon die Begrüßung der später Geehrten und der Gäste im Gasthaus Vollert in Großhöhenrain war herzlich und ließ einen spannenden und unterhaltsamen Abend erwarten. „Es ist uns allen eine besondere Freude, heute einen Querschnitt dessen zu würdigen, was die Bürger, Vereine und Organisationen unserer Gemeinde an Ehrenamt leisten, wohl wissend, dass es noch viele Mitbürger gibt, die mit ihrem vorbildlichen Einsatz unsere Gemeinde täglich bereichern, mehr Farbe und Vielfalt in den Alltag bringen“, so Zistl.

Mut und
Verdienste gewürdigt

Der Rathauschef hatte den bunten Reigen der Ehrungen in verschiedene Blöcke aufgeteilt: Sportliche Leistungen, musikalisches Können, besonderes Engagement im Vereinsleben, den persönlichen Mut zu umweltfreundlichen Investitionen sowie Dankurkunden für besondere Verdienste. Unter ihnen Kunstradsportlerin Mina Heinritzi, die international erneut hat aufhorchen lassen. Neben diversen großen Erfolgen hat sie ihren Titel als Vize-Europa-Meisterin erfolgreich verteidigt.

Das blutjunge Hackbrett-Talent Emma Huber hat sich mit ihrer Begleiterin Johanna Kadner dank großartiger Leistungen für den anspruchsvollen Landeswettbewerb in Kempten qualifiziert. Mit der höchsten Punktezahl ließ sie beim Wettbewerb „Jugend musiziert“ in Traunstein aufhorchen.

Ein spektakuläres Bauwerk ist im Riedholz bei Großhöhenrain entstanden: Ein über 200 Meter hoher Turm als Träger einer dreiflügeligen Windkraftanlage. Die örtliche „Bürgerwind Riedholz GmbH“ hat in dieses zukunftsträchtige Projekt zur umweltfreundlichen Stromgewinnung knapp zehn Millionen Euro investiert. „Die beiden Geschäftsführer Josef Forstner und Florian Lechner haben viel Herzblut in dieses ambitionierte Vorhaben gesteckt“, sagte Bürgermeister Johannes Zistl.

Als umsichtiger Organisator und Reiseleiter des Schüleraustausches mit der französischen Partnergemeinde Jallais hat sich Dominikus Speer hohe Anerkennung erworben. „Die gesamte Kostenaufstellung ausrechnen, die Busfahrt buchen, Programme ausarbeiten, diese Aufgabe nahm viel Zeit in Anspruch“, lobte Zistl.

In puncto Sicherheit, Schutz der Bürger und deren Hab und Gut, ist die Gemeinde nicht zuletzt dank ihrer fünf eigenständigen Feuerwehren in Feldkirchen-Westerham, Feldolling, Höhenrain, Vagen und Unterlaus gut aufgestellt. Sven Gericke, federführender Erster Kommandant, zeigte in einem Kurzvortrag mit Bildern und Einsatzzahlen Ereignisse aus der jüngeren Zeit. Westerham hat mit der Ausrichtung des Gaufestes in den Bereichen Heimat, Brauchtum und Tradition ein unauslöschliches Zeichen gesetzt. „Allein am Festsonntag waren über 9000 Trachtler und 3000 Zuschauer in Westerham“, berichteten Festleiter Michi Weber, sein Stellvertreter Quirin Atzinger und Vorsitzender Schorsch Berndl.

Der Bürgermeister freute sich sichtlich, dass er vier Personen auch die Kommunale Dankurkunde überreichen durfte. „Seit zehn Jahren stehen die Eheleute Ingrid und Wilfried Hauffen an der Spitze der Ökumenischen Nachbarschaftshilfe Feldkirchen-Westerham, sie haben mit viel Herzblut und Tatkraft dazu beigetragen, dass gerade älteren Menschen der Alltag erleichtert wird“, lobte er. Knapp 4000 Stunden haben die vielen ehrenamtlichen Helfer im vergangenen Jahr aufgebracht. Auch der seit mehr als zehn Jahren laufende „Gmoabus“ ist untrennbar mit den Namen Hauffen verbunden.

Ehrung für den
Rechtsbeistand

Dafür, dass Rechtsanwalt Theo Biller die Dankurkunde der Gemeinde erhalten hat, gab es gleich mehrere Gründe. Von 1996 bis 2014 gehörte er dem Gemeinderat an. Beim Neubau der Mangfallhalle im Jahr 2003, einem Bauherrenmodell der Gemeinde und des Turnvereins, brachte Biller sein juristisches Fachwissen zum Vorteil beider Seiten ein.

Ein Treffpunkt für
alle von 18 bis 99

Ewas ungewöhnlicher war da die Ehrung mit der Dankurkunde der Gemeinde für einen österreichischen Gastwirt in Feldkirchen-Westerham. Kennt man den Hintergrund, dann liegt der Grund auf der Hand. Der 72-jährige Walter Maitz betreibt zusammen mit seiner Frau Annemarie seit 46 Jahren das „Paulaner“, ein sogenanntes Kneipen-Lokal. „Gäste zwischen 18 und 90 Jahren sind in der ‚Kult-Stätte‘ und der angeschlossenen ‚Sport-Bar‘ jederzeit willkommen“, so Johannes Zistl. in seiner Rede.

Zum Abschluss der Veranstaltung dankte der Bürgermeister den Wirtsleuten für das gute Essen, den Musikanten für die nette Unterhaltung sowie Marina Kellerer und Brigitte Köhler-Blaha für die Vorbereitung und komplette Organisation des Abends.

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