Geschichten, die Brücken bauen

von Redaktion

„Aibling spricht“ – Bürger erzählen im Evangelischen Gemeindehaus aus ihrem Leben

Bad Aibling – Im Rahmen der Max-Mannheimer-Kulturtage fand kürzlich die Veranstaltung „Aibling spricht“ im Evangelischen Gemeindehaus statt. Laut Angaben der Veranstalter, der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde und des Historischen Vereins Bad Aibling und Umgebung, erwies sich das von Pfarrer Markus Merz entwickelte Konzept erneut als wertvoller Kommunikator in einer Zeit, in der der Austausch zwischen Menschen zunehmend erschwert scheint.

Mut machen und
sich engagieren

Der Gemeindesaal war gefüllt mit aufmerksamen Zuhörern, die eine Vielzahl individuell geprägter Lebensgeschichten hörten. Alle Erzählungen waren von einer gemeinsamen Idee geprägt: über wichtige Themen sprechen, Erfahrungen teilen und Mut machen, sich gesellschaftlich zu engagieren. Andreas Düsel betonte die zentrale Rolle, die Musik seit seiner Kindheit für ihn spielt, während Christian Förster von seiner langjährigen Verbindung zur Wasserwacht berichtete.

„Wir jungen Leute sind nicht so, dass wir nur chillen und mit unserem Handy beschäftigt sind“, verdeutlichte Femke Lehmann. Sie betonte eindringlich, dass viele junge Menschen mit Herzblut engagiert sind. Fabian Greiser zeigte Parallelen zwischen Basketball und einem Designstudio auf, wo Disziplin, Training, Kreativität und Teamgeist entscheidend sind.

Christina Rundshagen sprach offen über den Weg von Hoffnung zur Akzeptanz eines unerfüllten Kinderwunsches und das Finden eines gleichwertigen Lebensmodells.

Bürgermeister Stefan Schlier hielt ein leidenschaftliches Plädoyer für seine Stadt und hob die Bedeutung der Vielfalt und Gegensätze hervor, das Miteinander und Nebeneinander des städtischen und ländlichen Raumes, die sich ergänzten, aber auch Reibung erzeugten.

Gitti Lindner berichtete über das Projekt „Garten Eden“, das Begegnungen im Zentrum der Stadt fördert.

Franz Opperer teilte seine Erfahrungen im politischen Alltag und betonte die Bedeutung von Engagement und Kleinarbeit auf kommunaler Ebene.

Die Veranstaltung wurde musikalisch von Clemens Wagner und Tobi Wok begleitet, die mit ihrer Musik eine besondere Stimmung schufen. Das Café Friends vom Kreis Migration sorgte für das leibliche Wohl der Gäste. Die Veranstaltung erhielt viel Lob von den Besuchern, die zahlreichen Gespräche in den Pausen und nach der Veranstaltung zeigten, dass das Anliegen, durch Wortbeiträge Brücken zu bauen, erfolgreich war.

Artikel 1 von 11