Bruckmühl – Die Jahresversammlung der Feuerwehr Holzham war von einer beeindruckenden Jahresstatistik mit einem intensiven Einsatzlevel, der Neuwahl des Kommandanten-Duos, der Vision für einen Neubau des Feuerwehrgerätehauses und einen Ausblick auf das bevorstehende 150-jährige Jubiläum geprägt.
Im Gemeinschaftshaus Holzham begrüßte Leonhard Nitzsche neben Rathauschef Richard Richter auch Kreisbrandinspektor (KBI) Max Goldbrunner sowie Kreisbrandmeister (KBM) Werner Maier-Matheke und den Feuerwehrreferenten (FWR) der Marktgemeinde Andreas Riedl.
150-jähriges
Jubiläum steht an
Als gesellschaftlichen Höhepunkt wertete der Zweite Feuerwehrvorsitzende das eigene 150-jährige Feuerwehrjubiläum, das vom 18. bis 23. Juni mit einem fünftägigen Fest gefeiert wird. Im Anschluss daran präsentierte Kassier Tim Kaluza mit einer detaillierten Gegenüberstellung der Ausgaben- und Einnahmensituation eine solide Finanzstruktur der Wehr.
Anna-Lena Nitzsche zeigte mit einer Bilderpräsentation einen humoristischen Querschnitt aus dem zurückliegenden Gesellschaftsleben mit diversen Vereinsaktivitäten, Teilnahmen an Brauchtumsveranstaltungen, Feuerwehrfesten und Jubiläen. Jugendwart Daniel Krapichler war erfreut, dass der Nachwuchs mit drei Neuzugängen aktuell auf acht junge Feuerwehrler angewachsen ist. Dem jungen Feuerwehrteam attestierte er nicht nur bei den 18 abgeleisteten Übungen eine hohe Motivation, „besser kann es nicht laufen“. Abschließend stellte er Benedikt Karthäuser als seinen Nachfolger vor. Fabian Fried ging mit einem Zahlen-, Daten-, Fakten-Check auf die vergangenen zwölf arbeitsreichen Monate ein. Bei 39 Einsätzen leisteten die 58 Holzhamer Floriansjünger 1476 Einsatzstunden. Das anspruchsvolle Einsatzspektrum erstreckte sich von Sicherheitswachen über diverse Brandsituationen bis hin zu Verkehrsunfällen mit Personenschäden und Personensuchen. Bei großen Unwetterlagen mussten die Floriansjünger teils an ihre Belastungsgrenzen gehen. Als „Super-Gau mit Häuserflutungen und Heizöl-Gewässerverunreinigungen“ werte der Kommandant die Unwettersituation im Bereich Ginsham/Holzham. Komplettes Unverständnis zeigte er auch noch in der Nachbetrachtung für die fehlende Kooperation von einigen Bürgern während der teils dramatischen Hochwassersituation im Ortsteil Heufeld. „Leider wurden hier teilweise unsere wichtigen Durchsagen, die zur Entspannung der Lage vor Ort beitragen sollten und mit der Gemeindeverwaltung abgesprochen waren, ignoriert, da verstehst du die Welt nicht mehr“, so Fabian Fried.
Nicht nur aufgrund der erfolgreichen Teilnahme an einem Atemschutzlehrgang und dem Ablegen von zwölf Leistungsabzeichen zeigte sich Kommandant Fried mit der Aus- und Fortbildung seiner Mannschaft sehr zufrieden. Abschließend ging der Holzhamer Feuerwehr-Chef noch auf die „Vision neues Feuerwehrgerätehaus“ ein. Es soll gleich nördlich des Holzhamer Gemeinschaftshauses realisiert werden. Die ersten Grundzüge der Planung sind seiner Aussage nach schon in den Köpfen. Was dann aber konkret umgesetzt werden kann, werden die kommenden Monate bei Gesprächen mit der Marktgemeinde und dem Architekten zeigen.
Lob für die
Nachwuchsarbeit
KBI Goldbrunner ging auf die aktuelle Situation im Bereich der Inspektion ein. Dabei streifte er die Bereiche Ausbildung, Einsatzfahrzeugkonzept und mobile Atemschutzanlage. Lob und Respekt zollte er der intensiven Nachwuchsarbeit der Ortsfeuerwehr.
Bürgermeister Richard Richter dankte den Holzhamer Feuerwehrlern für ihr ehrenamtliches Engagement. Zum Thema „Neubau“ stellte er klar, „das Projekt liegt auf der Zeitschiene und wird ziel- und praxisorientiert angepackt“.
FWR Riedl gab dazu einen Überblick über die Ist-Situation der sieben Gemeinde-Wehren mit ihren 383 Aktiven, 85 Nachwuchskräften und insgesamt 374 Einsätzen. Mit einem beeindruckenden großen Vertrauensbeweis wählten die Holzhamer Feuerwehrkameraden zum Ende der Versammlung einstimmig Fabian Fried zum Kommandanten und Markus Wachter zu seinem Stellvertreter.