Bad Feilnbach – Der VdK-Ortsverband Bad Feilnbach-Au ist nach den Worten von Bürgermeister Max Singer ein wichtiger Bestandteil der Gemeinde, wenn es um soziale Anliegen und Fragen geht. Nach dem Rücktritt und gleichzeitigen Austritt des Vorsitzenden Eugen Thierauf befand sich der Ortsverband in einer Ruhephase.
Im Anschluss an die diesjährige Mitgliederversammlung im Café „Stefanies“ soll nun die gewohnte Aktivität und Sichtbarkeit im Interesse der Ortsverbandsmitglieder wiederhergestellt werden. Andreas Seebacher will als neu gewählter Vorsitzender dafür Sorge tragen. Ihm zur Seite stehen die bisherige Zweite Vorsitzende Ingrid Kraus sowie Peter Strim als Schriftführer.
Kassier wird
weiterhin gesucht
Der Posten des Kassiers ist vakant. Kommissarisch übernimmt ihn die Kreisverbandsvorsitzende Marianne Keuschnig. Als Beisitzer fungiert weiterhin Walter Iglhaut. Ingrid Kraus ist die Vertreterin für Frauen. Zum Delegierten des Ortsverbands wurden Andreas Seebacher und Ingrid Kraus gewählt. Die Wahlen leitete Kreisgeschäftsführer Dirk Mehl.
Mit der Übernahme seines Ehrenamtes als einstimmig gewählter Vorsitzender möchte der 52-jährige Seebacher aus Derndorf etwas zurückgeben. Er habe durch den VdK selbst wertvolle Hilfe und Unterstützung erfahren. Geplant seien Stammtische, runde Tische und verschiedene Themen für die Mitglieder des VdK-Ortsverbands.
Während der Monate ohne einen Vorsitzenden konnten die Mitglieder des Ortsverbands auf den Beistand und die Unterstützung des VdK-Kreisverbands bauen. Wie Marianne Keuschnig berichtete, wurden Briefe mit Gutscheinen an Familien mit Kindern und geringem Einkommen sowie an Teilnehmer der Bad Aiblinger Tafel verschickt. Sieben Kinder bekamen an Heiligabend 2023 Spielzeug.
Ein Jahr lang hatte der Kreisverband zusammen mit der Zweiten Vorsitzenden Ingrid Kraus nach einem Nachfolger gesucht. Im vergangenen Jahr konnten sich Interessenten einen Tag lang im Bad Feilnbacher Rathaus über den VdK informieren, was zu einem Mitgliederzuwachs auf 298 Mitglieder führte.
Kreisgeschäftsführer Dirk Mehl berichtete über Aktivitäten und Hauptforderungen des VdK an die Politik. Die Schwerpunkte lagen auf dem Thema „Rente für alle“, mit der Forderung, dass auch bisherige Nichteinzahler wie Beamte, Selbstständige, Freiberufliche und Politiker unabhängig von ihrem Einkommen angesichts leerer Kassen in die gesetzliche Rentenversicherung sowie Kranken- und Pflegeversicherung einzahlen müssen. Die Rente sei angesichts explodierender Lebenshaltungskosten inzwischen viel zu niedrig. Im Kampf gegen die Altersarmut habe die Politik völlig versagt, so Dirk Mehl. Es sei wichtig, sich an der Bundestagswahl am Sonntag, 23. Februar, zu beteiligen, um den Sozialstaat und die Sozialpolitik wieder zu sichern. pes