Berblinger Burschen laden zur Bettelhochzeit

von Redaktion

Alte Faschingstradition wiederbelebt – Ungewöhnliches Hochzeitsspektakel

Berbling – Die „Langbrazade, Glumbfuaßige, Dochgragslade, Trebernzudslade Fuhrwerks Wam“ und der
„Gloagstumbade, Schnapsdamische, Fiechdabade, Silodreda Grumbuckel Mugl“ werden am Sonntag, 16. Februar, in Berbling heiraten. Die beiden bedeutenden Persönlichkeiten der Berblinger Gesellschaft werden sich auf dem Misthaufen am Finkenweg das Jawort geben. Im Beisein von vielen Gästen und zwei Hochzeitszügen. Nach 25 und 75 Jahren haben die Berblinger Burschen, mit ihrem Vorsitzenden Benedikt Wierl und Festleiter Quirin Staber, die Tradition wieder aufleben lassen.

Im Rahmen einer Infoveranstaltung im vollen Berblinger Feuerwehrhaus bekundeten die Mitglieder des Burschenvereins und zahlreiche Bürger ihre Verbundenheit zur Neuauflage der Bettelhochzeit. Alle Anwesenden waren sich einig, ihren Beitrag für ein gutes Gelingen zu leisten. Die Besucher ließen sich im Rahmen einer Präsentation die Abläufe am Hochzeitstag erklären: Vom Aufstellen des Hochzeitsbaumes beim Oberwirt, dem Öffnen diverser kulinarischer Stände über die Anfahrtswege für Zug- und Themenwagen bis zu den Parkplätzen für die Pkw. Der erste Hochzeitszug ist für 11 Uhr geplant. Die Trauung findet um 13 Uhr statt. Das frischvermählte Paar, samt Bürgermeister, Standesbeamten, Ehrmuada, Trauzeugen und anderen wichtigen Personen, fährt im Anschluss ab etwa 14 Uhr in einem zweiten Festzug durch Berblings Straßen und Wege zur Tenne am Kollerhof. Dort wird, ähnlich einer weltlichen Verehelichung, getanzt, gelacht, die Braut in die Weinstube entführt und ausgiebig gefeiert.

Den Berblinger Burschen ist eine sichere und unfallfreie Veranstaltung wichtig. Entsprechend werden alle Fahrzeuge, Zug- und Themenwagen, fachkundig vom Veranstalter gemeinsam mit der Polizei kontrolliert und abgenommen. Zuverlässige Partner sind die Einsatzkräfte der freiwilligen Feuerwehr sowie das BRK. pes

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