Millionen-Projekt Hochwasserschutz

von Redaktion

Markt Bruckmühl plant Schutzmaßnahmen in Höhe von 1,2 Millionen Euro

Bruckmühl – Der Hochwasserschutz im südlichen Gemeindeteil hat für den Markt Bruckmühl und den Marktgemeinderat Priorität. Bereits im Oktober vergangenen Jahres wurde ein integrales Konzept zum kommunalen Sturzflut-Risikomanagement in Auftrag gegeben. Dieses Konzept soll verschiedene Möglichkeiten zur Umsetzung von Hochwasserschutzmaßnahmen aufzeigen.

Ergebnisse für Abschnitt 2 präsentiert

Nach intensiver Beratung brachte das Kommunalplenum eine Machbarkeitsstudie mit geplanten Hochwasserschutzmaßnahmen für den Abschnitt zwei von Götting bis Oberstaudhausen auf den Weg. Das Finanzvolumen beträgt rund 1,2 Millionen Euro ohne Grunderwerb. Anlass war das Hochwasser- und Starkregenereignis vom 26. Juli 2021. Dieses führte zu Überflutungen und teils erheblichen Schäden an Gebäuden und Infrastruktur.

Das Ingenieurbüro Bichler und Klingenmeier präsentierte dem Ratsplenum und interessierten Zuhörern das Ergebnis für den Abschnitt zwei. Die Grundidee basiert auf Rückhaltung des Hochwasserabflusses, Drosselung auf einen schadlosen Abfluss und Umleitung des überschüssigen Wassers inklusive des wild abfließenden Wassers. Dazu gehören Hochwasserschutzlinien, Erdwälle, Drosselbauwerke und kleine Straßenanhebungen. Basis für die von Josef Bichler dargestellten Berechnungen war ein 100-jähriges Hochwasser mit einem 15-prozentigen Klimaaufschlag.

Der Fachplaner erläuterte dem Ratsplenum und knapp 80 Bürgern anhand von Gefährdungsmodellen mit authentischen Überflutungssituationen verschiedene Bausteine des Sturzflut-Risikomanagements. Die Bestandsanalyse umfasste die erkannten Gefahrenstellen aus zurückliegenden Hochwasser- und Starkregenereignissen. Darauf aufbauend folgte die Gefahrenermittlung: Was kann bei verschiedenen Niederschlagsszenarien passieren? Dazu gehörten auch Probleme durch die natürlichen Hangwasserzuflüsse des nördlichen Irschenbergs unter Einbeziehung der bestehenden Wasserableitung der Bäche. Bei der Gefahren- und Risikobeurteilung wurde differenziert, „was darf wo nicht passieren und was kann wo zugelassen werden“.

Schlüssiges
Gesamtkonzept

Im vierten Schritt folgte die konzeptionelle Umsetzung von aufeinander aufbauenden Maßnahmen. Für das Ratsplenum war klar: „Auch hier haben wir ein großes Projekt vor der Brust. Hier geht es nur über ein schlüssiges Gesamtkonzept von Mittenkirchen über Linden und Götting bis nach Oberstaudhausen, das die Marktgemeinde und ihre Bürger sicherlich noch etliche Jahre beschäftigen wird.“

Das Ratsplenum billigte einstimmig die Machbarkeitsstudie für den Abschnitt zwei und beauftragte die Verwaltung mit der Erstellung einer Vorentwurfsplanung samt den notwendigen Verhandlungen bezüglich der Grundstücke.

Artikel 1 von 11