Tafel hilft seit 20 Jahren

von Redaktion

2005 in Bruckmühl gegründet – Über 50 Ehrenamtliche engagieren sich

Bruckmühl – Die Bruckmühler Tafel hat sich seit ihrer Gründung am 13. Januar 2005 der Aufgabe verschrieben, Menschen in sozialer Not zu helfen. Initiiert wurde die Gründung vom Diakonischen Werk Rosenheim, der Nachbarschaftshilfe Bruckmühl, der evangelischen Kirchengemeinde Bruckmühl mit Feldkirchen-Westerham, der Behindertenbeauftragten der Marktgemeinde, Gertraud Schneider, der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde Bruckmühl, der Ökumenischen Nachbarschaftshilfe Feldkirchen-Westerham und einigen Privatpersonen.

Am Anfang
130 Personen versorgt

Das Diakonische Werk übernahm die Trägerschaft und Inge Pössinger wurde zur Leiterin gewählt. Seitdem sammeln ehrenamtliche Helfer Lebensmittelspenden von ortsansässigen Lebensmittelmärkten und Geschäften und verteilen diese an sozial schwache Bürger.

Die erste Lebensmittelausgabe fand in den Räumen der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde Bruckmühl statt. Von Beginn an nahmen über 130 Personen aus Bruckmühl und Feldkirchen-Westerham die Leistungen der Tafel in Anspruch. Bereits im Oktober 2005 stieg die Zahl der Tafel-Kunden auf rund 200. Neue Leiterin wurde Marianne Malczan. Im Juni 2006 eröffnete die Tafel eine Ausgabestelle in Feldkirchen. Dort engagierten sich von Beginn an Monika Hafner und Karin Zimmermann, deren Aufgaben später Maria Ostermeyer übernahm. Im Oktober 2007 übernahm Christine Stieber die Leitung.

2009 richtete die Bruckmühler Tafel das Treffen der südbayerischen Tafeln mit rund 80 Delegierten aus. Im August 2012 bezogen die Bruckmühler die neuen Räumlichkeiten Am Eichpold. Nach und nach wurde die Tafel technisch aufgerüstet und verfügt inzwischen unter anderem über eine Kühlzelle, Gefrierschränke und seit 2021 über ein eigenes Kühlfahrzeug. „Es ist gut, dass es die Tafel gibt, aber es ist traurig, dass es sie geben muss“, sagte Christine Stieber vor Jahren. Ein Satz, der heute aktueller denn je ist. Ein Höhepunkt war der Besuch der Landtagspräsidentin Ilse Aigner im Jahr 2020.

Seit 2022 leitet Claudia Vill die Tafel. Sie musste 2024 einen Aufnahmestopp verhängen. „Wir sind mit unseren personellen und materiellen Kapazitäten an unsere Grenzen gestoßen“, begründete sie diesen Schritt. „Nur durch die hervorragende Zusammenarbeit und den Zusammenhalt aller ehrenamtlichen Mitarbeiter konnte die Tafel zu ihrer heutigen Größe und zur stabilen sozialen Organisation heranwachsen“, blickt die Tafel-Chefin zurück. „Dafür möchte ich mich auch im Namen der Diakonie ganz herzlich bedanken. Es wurden viele schwierige Situationen gemeistert, wie die Flüchtlingskrise 2015 und die Corona-Pandemie. Wir sind gestärkt daraus hervorgegangen.“

Bedürftige von der
Warteliste genommen

Seit Januar können wieder neue Bedürftige von der Warteliste aufgenommen werden, wenn im Gegenzug andere die Hilfe nicht mehr benötigen. „Gemäß unserem Leitsatz ‚Das einzige Beständige bei der Tafel ist die Veränderung‘ werden wir auch in Zukunft daran arbeiten und Lösungen finden“, so Claudia Vill.

Derzeit versorgt das rund 50-köpfige ehrenamtliche Tafel-Team rund 300 sozial schwache Personen, darunter etwa 70 Kinder. Die Tafel unterstützt Menschen mit geringem Einkommen, niedriger Rente, Grundsicherung oder Bürgergeld. Aus Anlass ihres 20-jährigen Bestehens bedankt sich die Tafel Bruckmühl bei allen Lebensmittel- und Geldspendern. „Ohne diese große und dauerhafte Unterstützung könnten wir nicht bestehen“, unterstreicht Tafel-Leiterin Claudia Vill.

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