Abstand, Lüften und Distanzunterricht zeigen Wirkung

von Redaktion

Wirksame Maßnahmen ermöglichen Rückkehr an Otfried-Preußler-Schule in Stephanskirchen und Leo-von-Welden-Schule in Bad Feilnbach

Stephanskirchen/Bad Feilnbach – Florian Burggraf, Rektor der Otfried-Preußler-Schule Stephanskirchen, hat zwei turbulente Wochen hinter sich. Mit voller Wucht traf die Infektionswelle seine Schüler und zwang den Schulleiter zum Handeln. „Normalerweise liegen die Krankheitszahlen bei uns zwischen 60 und 90“, erklärt Burggraf. Doch zwischen 14. und 22. Januar schoss die Quote von knapp 80 auf 172 krankgemeldete Schüler.

Ein Warnsignal, das Burggraf dazu brachte, sich schnellstmöglich mit dem Rosenheimer Schul- sowie dem Gesundheitsamt abzustimmen. Das Ergebnis: Wenn 40 Prozent oder mehr Kinder in einer Klasse krank waren, mussten alle in den Distanzunterricht wechseln. Während der schlimmsten Phase wurden somit elf Klassen aus der Ferne unterrichtet. „Das lief auch dank der sehr guten technischen Ausstattung der Schule und der Schüler recht gut“, bilanziert Burggraf eineinhalb Wochen nach dem Ausbruch.  Insgesamt war die „Maßnahme Distanzunterricht“  im Fall von Stephanskirchen sehr erfolgreich. Der exponentielle Anstieg der Influenzaviren in den Klassen wurde laut des Rektors „sofort und nachhaltig“ gestoppt. Bereits am Montag, 3. Februar, waren alle Klassen an der Grund- und Mittelschule wieder in Präsenz.

Haben der Distanzunterricht und die anderen Vorgaben, wie die Abstandsregelung von 1,5 Metern, also direkt geholfen? Zumindest anhand der Zahlen der Otfried-Preußler-Schule ist der Effekt eindeutig. Schon einen Tag nach der 40-Prozent-Regel sank die Zahl der Krankmeldungen von 172 auf 140. Schon fünf Tage später, am 27. Januar, war mit rund 80 kranken Schülern wieder alles im Normalbereich. Am 3. Februar waren es sogar nur noch 60 fehlende Kinder. 

Auch an den anderen Schulen des Landkreises Rosenheim sind die Ansteckungszahlen zurückgegangen. „In den beim Gesundheitsamt gemeldeten Bildungseinrichtungen beobachten wir ein rückläufiges Infektionsgeschehen“, bestätigt Sibylle Gaßner-Nickl, Pressesprecherin des Rosenheimer Landratsamtes. So schlimm, dass die Schüler teilweise zu Hause bleiben mussten, sei es ohnehin „nur“ in Stephanskirchen sowie an der Leo-von-Welden-Schule in Bad Feilnbach gewesen. Auch dort sind alle Klassen mittlerweile zurückgekehrt.

Komplett überstanden ist die Infektionswelle laut Gesundheitsamt allerdings noch nicht. Lag die erfasste Zahl der Influenza-Erkrankungen im Landkreis am Mittwoch, 29. Januar, noch bei 163, stieg sie bis zum 3. Februar erneut auf 230 an. 

Artikel 3 von 11