Hilfe für Menschen in sozialer Not

von Redaktion

Tafel Bruckmühl feiert ihr 20-jähriges Jubiläum – Ohne Ehrenamtliche geht es nicht

Bruckmühl – Jüngst feierte das aktuelle Helferteam zusammen mit ehemaligen Helfern und Gästen mit einem kleinen Festakt sein 20-jähriges Jubiläum. Zu den Gästen zählten unter anderem der evangelische Pfarrer Andreas Strauß, Gemeindeleiter Jürgen Walter von der evangelisch-freikirchlichen Gemeinde und Altbürgermeister Franz Heinritzi. Im Gasthof „Zur schönen Aussicht“ in Kleinhöhenrain betonte Tafel-Leiterin Claudia Vill eingangs ihrer Ansprache: „Nur durch die hervorragende Zusammenarbeit und den Zusammenhalt aller ehrenamtlichen Mitarbeiter bei den Ausgabestellen in Bruckmühl und Feldkirchen-Westerham konnte die Tafel zu ihrer heutigen Größe und zur stabilen sozialen Organisation heranwachsen.“ Es seien viele schwierige Situationen gemeistert worden, wie die Flüchtlingskrise 2015 und die Corona-Pandemie. „Wir sind gestärkt daraus hervorgegangen“, betont Claudia Vill. Auch der Ukrainekrieg habe die Tafel durch die rasant gestiegene Abholerzahl vor einige Herausforderungen gestellt. Im August 2024 habe man sogar einen Aufnahmestopp verhängen müssen.

„Durch die immer weniger werdenden Lebensmittel, die wir bekommen, konnten die neuen Bedürftigen nicht versorgt werden. Die Aufgabe, Lebensmittel direkt von Produktionsfirmen zu bekommen, hat sich der Tafelverband gestellt und ist eine große Herausforderung. Gemäß unserem Leitsatz ‚Das einzige Beständige bei der Tafel ist die Veränderung‘ werden wir auch in Zukunft daran arbeiten, Lösungen zu finden“, bekräftigte sie abschließend.

Geschäftsbereichsleiter Sebastian Kurz von der Diakonie, dem Träger der Tafel, würdigte das große Engagement der Helfer: „Ohne euch würde es die Tafel nicht geben.“ In seinem Rückblick erwähnte er unter anderem die Corona-Zeit: „Da im Helferteam viele über 60 Jahre alte Personen tätig sind, gehörten diese eigentlich der Risikogruppe an. Doch die Tafel ist zu wichtig, als dass man sie deswegen hätte schließen können.“ Er dankte den Kommunen und Kirchen für die Unterstützung und ehrte Irmgard Höggemeier und Christine Stieber als Mitarbeiter der ersten Stunde. Zudem zeichnete er Tafel-Chefin Claudia Vill aus.

Bruckmühls Dritte Bürgermeisterin Anna Wallner lobte das Tafel-Personal: „Ihr macht eine wertvolle Arbeit, versorgt 300 Menschen und das alles ehrenamtlich. Und mit der Ausgabe der Lebensmittel allein ist das ja nicht abgetan.“ Am Ende ihres Grußwortes äußerte sie noch zwei Wünsche: „Dass die Tafel immer genügend Helfer findet und die Bedürftigen deren Tätigkeit schätzen.“

Den Abschluss der Feierstunde bildete die Übergabe eines von den Abholern gemalten Bildes mit vielen nationalen und internationalen Unterschriften durch die frühere Vorsitzende Inge Pössinger an Claudia Vill.

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