Au – „Die Feuerwehren sind das Rückgrat der Gemeinde und starke Säulen im sozialen, gesellschaftlichen Leben“, lobte Bürgermeister Max Singer die Kameraden der Feuerwehr Au anlässlich der Jahresversammlung des Vereins. Dass dies sowohl im Feuerwehrdienst als auch im Vereinsleben zutrifft, bestätigten die Berichte der Verantwortlichen.
Knapp 3150 Stunden verbrachten die Feuerwehrler im Dienst am Nächsten, wie Kommandant Marinus Astner in seinem Bericht bilanzierte. Davon waren sie 929 Stunden in Einsätzen gefordert, 977 Stunden übte die aktive Mannschaft verschiedenste Einsatzszenarien, besuchte Fortbildungen, Lehrgänge und die Atemschutzübungsanlage oder bereiteten sich auf Leistungsprüfungen vor.
Großer Eifer beim
Nachwuchs
Großen Eifer zeigten auch die 17 Nachwuchskräfte der Jugendfeuerwehr: 1242 Stunden investierten die Jugendlichen in die Feuerwehr. 112-mal mussten die Kameraden im vergangenen Jahr ausrücken. Die Palette reichte dabei von Kamin-, Keller- und Zimmerbränden, dem Brand eines Sägewerks, mehreren Pkw-Bränden über Verkehrsunfälle, Ölspuren, Personensuchen, Unwettereinsätzen bis hin zu Wohnungsöffnungen. Da die Autobahn durch das Einsatzgebiet der Auer Wehr führt, waren 21 Verkehrsunfälle zu verzeichnen. Spitzenreiter mit 24 Einsätzen waren Unwettereinsätze, die dem Juni-Hochwasser geschuldet waren. Dabei lobte Astner auch den Zusammenhalt in der Ortschaft: „Die Einsätze wurden vorbildlich abgearbeitet, da hat man gemerkt, dass das Dorf zusammenhilft, die Feuerwehr zusammenhilft“, so Astner im Hinblick auf die Hilfsbereitschaft aus Bevölkerung und Betrieben, die unkompliziert Gerätschaften oder Verpflegung bereitgestellt haben.
Zu 16 Einsätzen wurden die First Responder der Feuerwehr Au gerufen, die unter anderem bei Herzbeschwerden, Atemnot, Schlaganfällen, einem Notfall mit Kind und zu einer Reanimation alarmiert wurden.
Der stellvertretene Kommandant Sepp Antretter berichtete von 80 Übungen, die trotz der vielen Termine zum Jubiläum durchgeführt wurden. Lehrgänge und Fortbildungen für Maschinisten, Atemschutzgeräteträger, als Unterstützungsgruppe oder zum Thema Elektromobilität spiegeln die Bandbreite der Feuerwehreinsätze wider. Wie wichtig Übungen an verschiedensten Objekten sind, zeigte sich beim Brand eines Sägewerks, das kurz vor dem Brand als Übungsobjekt gedient hat. Durch die damit erworbene Ortskenntnis konnte der spätere Einsatz zügig abgearbeitet werden, ist sich Kommandant Astner sicher.
Besonders stolz ist die Feuerwehr auf ihren starken Nachwuchs. 17 Buben und Mädchen bereiten sich derzeit auf den aktiven Feuerwehrdienst vor. Um sowohl die Aktivitäten einer Feuerwehr zu üben, aber auch die Kameradschaft nicht zu kurz kommen zu lassen, hatten sich die Jugendwarte Luis Seidl und Anja Koziol einiges einfallen lassen. 41 Übungsabende, die Jugendleistungsprüfung, der Erwerb der „Jugendflamme“ und den Wissenstest ließ Seidl in seinem Bericht Revue passieren. Als besondere Höhepunkte hob er die 24-Stunden-Übung mit Übernachtung im Feuerwehrhaus und die tatkräftige Unterstützung bei der Betreuung des Spieleangebots zum 150-jährigen Jubiläum hervor. Die Festtage nahmen auch breiten Raum im Bericht des Vorsitzenden Martin Riedl ein. Zudem sind traditionelle kirchliche und weltliche Feste fester Bestandteil des Vereinsjahres.
First Responder
leisten 16 Einsätze
Kassier Andreas Marx informierte über den aktuellen Kassenstand, die Kassenprüfer bescheinigten ihm eine einwandfreie Kassenführung und ließen per Beschluss die Vorstandschaft entlasten. Turnusgemäß fanden Neuwahlen statt, die die Vorstandschaft in ihrer Arbeit bestätigte. Zudem nutzen die Verantwortlichen den Rahmen, um Ehrungen und Beförderungen auszusprechen.