Kühles Ja-Wort bei Schneetreiben auf dem dampfenden Misthaufen zu Berbling

von Redaktion

Im Schneetreiben hatte in Berbling am gestrigen Sonntag eine riesige Festgesellschaft nur ein Ziel: Den dampfenden Misthaufen, der eigens für ein besonderes Ereignis aufgeschüttet worden war. Dort bekundeten die fesche „langbrazade, glumbfuaßige, dochgragslade und trebernzudslade“ Braut namens „Fuhrwerks Wam“ und ihr „gloagstumbader, schnapsdamischer, fiechdabader und silotretender“ Bräutigam „Grumbuckel Mugl“ mit einem lauten Ja ihren „Ehe-Meineid“. Für ordnungsgemäße Abläufe sorgten Hochzeitsloder „Luk Mertlspritzer“, Bürgermeister „Schmieri Gscheidhaferl“, der Standesbeamte „Friedl Dipfescheißer“ sowie das Kranzlpaar „Scholastika Frei von Sitten“ und „Schorschl Zuzler“. Gmoaschreiber „Bonifatius Legastenius“ beurkundete unter Verwendung von Feder, Tinte und patentierter Berblinger Intelligenz die Trauung. Zeugen waren neben den lästigen und sich wichtig machenden Eltern jede Menge ledige Kinder der Braut, eine stattliche bucklige Verwandtschaft, besoffene Verflossene vom Hochzeiter und ewig Ledige aus aller Herren Länder. Dazu gesellten sich Scheinheilige aus Beyharting sowie eigens eingeflogene Spione aus Au und Emmering, die demnächst ebenfalls Bettlhouzat feiern. Sie kamen mit originell gestalteten Prunkwagen oder Fußgruppen und sorgten für bunte Bilder bei den beiden Festzügen durch den malerischen Ort, dem Bad Aibling „lediglich vorgelagert“ ist. Viele Bilder von dem Ereignis finden sie unter www.ovb-online.de. Fotos Strim

Artikel 6 von 11