Tuntenhausen plant Verbund mit Aibling

von Redaktion

Neue Trasse für die Wasserversorgung

Tuntenhausen/Bad Aibling – Die Sicherung der gemeindlichen Wasserversorgung ist eine wichtige Aufgabe. Die Gemeinde Tuntenhausen geht das nun in Zusammenarbeit mit der Stadt Bad Aibling an. Dabei soll eine Verbund-Wasserversorgung zwischen der Stadt Bad Aibling und Tuntenhausen entstehen.

Im gemeindlichen Wasserversorgungskonzept aus dem Jahre 2021 wurde das bereits fixiert, denn der Brunnen Adlfurt steht langfristig für die öffentliche Trinkwasserversorgung der Gemeinde Tuntenhausen nicht mehr zur Verfügung. „Wir können ihn nur noch bis Ende 2025 nutzen,“ betonte Bürgermeister Georg Weigl in der jüngsten Gemeinderatssitzung. Leider habe sich auch die Erweiterung des Schutzgebietes nicht realisieren lassen, fügte er an.

Im Zusammenhang mit dieser Maßnahme beabsichtigt die Brauerei Maxlrain auch die Erneuerung der Wasserleitung vom eigenen Brunnen in Adlfurt bis zur Brauerei. Die Stadtwerke Bad Aibling haben mittlerweile auch einen groben Planungsentwurf von einem Ingenieurbüro erstellen lassen. Danach ergeben sich Gesamtkosten von rund 1,4 Millionen Euro netto. Gesamtprojektkosten und Nebenkosten sollen sich in Anteile für den Bereich der Stadtwerke, der Gemeinde Tuntenhausen und der Schlossbrauerei aufteilen. Die Honorarkosten liegen – einem Angebot vom Oktober zufolge – bei 132610 Euro netto.

Hinzukommt jetzt aber noch folgende Maßnahme: Die Stadt Bad Aibling möchte den Ortsteil Wilpasing, der bisher von Tuntenhausen versorgt wird, zukünftig selbst versorgen. Weigl erklärte dazu bei der Sitzung, dass hierzu eine Verbundleitung neu vom B&O-Gelände dorthin gebaut werden müsse. Westlich von Wilpasing soll dann ein Schachtbauwerk entstehen, in dem die Übergabe zwischen den Stadtwerken und der Gemeinde Tuntenhausen erfolgen soll. Vom Übergabepunkt aus führt die neue Trasse dann entlang der gemeindlichen Straße sowie der Staatsstraße beziehungsweise der bereits bestehenden Leitung der Brauerei von Adlfurt bis zum Schachtbauwerk beim Golfplatz in Maxlrain.

Die Frage nach der zeitlichen Abfolge erläuterte Weigl wie folgt: Bis April 2025 soll die Planung vorgelegt werden, die Ausschreibung soll im Spätherst erfolgen und die Baumaßnahme soll 2026 beginnen. Das Projekt soll dabei als Gesamtmaßnahme ausgeschrieben werden. Ob mit diesem Notverbund die laufenden Probebohrungen nach Wasservorräten eingestellt werden, wollte Maria Breuer (UW Ostermünchen) wissen. „Nein, die laufen weiter“, beantwortete Weigl diese Frage. Ansonsten zeigten sich die Räte überzeugt vom Konzept und stimmten einstimmig der Vorgehensweise zu. Werner Stache

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