Großkarolinenfeld – Schwer tat sich der Verwaltungsausschuss mit dem Antrag, weitere Haushaltsmittel für das neue Konzept im Kinderhaus „Pusteblume“ bereitzustellen. Nach eifriger Diskussion wurde hier am Ende aber noch kein Beschluss gefasst.
Das Kinderhaus plant im Jahr 2025 die Errichtung eines „Genusswerkes“. Dieser Raum soll als zentraler Ort der Begegnung und Kommunikation für alle Kinder dienen. Durch die Errichtung, so die Antragsteller, werden weniger Tische in den Gruppenräumen benötigt, was dem Fachpersonal zusätzliche Möglichkeiten zur Schaffung von Spielbereichen und zur Umsetzung der Werkstattpädagogik bietet. Die Werkstattpädagogik ist ein pädagogisches Konzept, das die Lernumgebung im Kindergarten offen, flexibel und thematisch gestaltet. Statt fester Gruppenräume gibt es hier verschiedene „Werkstätten“ oder Lernbereiche, die bestimmte Themen und Aktivitäten fördern. Dadurch, und das stellten die Antragsteller besonders heraus, ist es den Kindern möglich, eigenständig zu wählen, womit sie sich beschäftigen möchten. Das Ziel der Werkstattpädagogik ist es, Neugier, Forscherdrang und soziale Kompetenz zu fördern. Die Kosten für die Umsetzung dieses Konzeptes belaufen sich auf 50000 Euro.
Gemeinderäte
mit „Bauchweh“
In der Diskussion zeigte sich aber schnell, dass einige Gemeinderäte hier „Bauchweh“ verspürten. Von „man müsste mit weniger auch auskommen können“ bis hin zum „ohnehin gewaltigen Defizit in den Kindergärten“ (545000 Euro in 2023), verbunden mit der Frage, ob man sich „so ein Konzept überhaupt leisten kann“ zog sich die Bandbreite der Stimmen.
Nachdem für den Haushalt 2025 laut Empfehlungsbeschluss des Verwaltungsausschusses bereits 20000 Euro für die notwendigen Umbauarbeiten und Beschaffungen im Zusammenhang mit der Realisierung des geplanten Genusswerks eingestellt werden, will man es vorerst dabei auch belassen. Vor einer Entscheidung, welche Haushaltsmittel man einplant, will sich der Ausschuss dann anhand eines Ortstermins ein Bild vom tatsächlichen Zustand der Einrichtung machen.ws