Nachruf

von Redaktion

Bruckmühl – „Sie war a Zaache – hod ned gjammert.“ Diesen kämpferischen Eindruck hinterlässt Irene Halmanseger bei ihrer Familie und den Einwohnern von Mittenkirchen, als sie Mitte Februar auf dem dortigen Friedhof zu Grabe getragen wird – einfühlsam begleitet von Pastoralreferent Christof Langer mit prägenden Geschichten aus ihrem Leben. Irene Halmanseger musste einiges ertragen in ihrem Leben, das ein sehr arbeitsames war. Viel zu früh mussten sie und ihr Mann Hartl sich von ihrem Sohn Leonhard verabschieden, der bereits mit 49 Jahren plötzlich und völlig unerwartet verstorben war, was sie seelisch sehr mitgenommen hat. Auch gesundheitlich war sie die letzten 25 Jahre ihres Lebens von Krankheit gezeichnet.

Die intensive Hilfe ihres Mannes und ihrer Tochter Christa ermöglichten es ihr, in der vertrauten Umgebung des eigenen Hauses und des geliebten und vom Obst- und Gartenbau vielprämierten Gartens zu verbringen.

Die in Glonn geborene und aufgewachsene Irene hat in ihrer Jugend eine Ausbildung zur Steuerfachfrau absolviert und später in München gearbeitet. Irene hatte ihren Hartl, wie konnte es auch anders möglich sein, beim Musikspielen kennen und lieben gelernt. 1964 wurde geheiratet und die beiden konnten sich durch fleißige Arbeit den Traum vom eigenen Haus verwirklichen. Sie teilten auch die wenige Freizeit, indem sie viele Jahre beim Oktoberfest und Herbstfest von früh bis spät arbeiteten.

Für die Dorfgemeinschaft in Mittenkirchen war Irene Halmanseger beim Gartenfest immer für die Tellerfleisch-Ausgabe zuständig, für die Pfarrei als Firmhelferin und bei einem Zeltlager von Jugendlichen am Chiemsee half sie bei der Organisation. Für die Fronleichnamsprozession in Mittenkirchen hatte sie immer mit viel Blumen und Herzblut einen Altar zubereitet.

„Sie hod koa Arbad gschiecha“, sagt ihr Mann bewundernd. Aber sie wusste auch die angenehmen Seiten des Lebens zu schätzen, so war sie eine begeisterte Bergwanderin. Ohne Furcht und im Bewusstsein auf das Kommende nahm sie nun mit 83 Jahren ihren letzten irdischen Weg auf. re

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