Tuntenhausen – Mit Standing Ovations wurde Peter Niedermeier vor über 115 Mitgliedern bei der Jahreshauptversammlung des SV Ostermünchen verabschiedet. Nach zwölf Jahren als Vorstand entschied er sich, kürzerzutreten und kandidierte nicht erneut für sein Amt.
Sein Vorstandskollege Christian Mayer würdigte in seiner Laudation Niedermeiers außerordentliches Engagement. Er betonte, wie prägend er den SVO mitgestaltet habe – eine wahre Erfolgsgeschichte, die bereits 2003 begann, als er das Amt des stellvertretenden Kassiers im Sportverein übernahm. 2013 trat Peter Niedermeier dann das Amt des Vorsitzenden an, dass er bis zum Tag der Versammlung heute innehatte.
Aber das war nicht alles: Anfang der 2000er-Jahre war er auch noch jahrelang parallel als Jugendleiter im Fußball tätig. Unzählige Projekte, ob groß oder klein, gehen auf seine Initiative zurück. Mayer zählte nur einige von ihnen auf: das neue Flutlicht an den Fußballplätzen, die Bewässerungsanlage, der Treppenabgang am Sportgelände und zuletzt der neue Kinderspielplatz. Er arbeitete aber auch maßgeblich am Aufbau der neuen Homepage mit, ebenso an der Archivierung der Aufzeichnungen aller Funktionäre seit der Vereinsgründung. Auch die Belegung der Schulturnhalle organisierte er. Zudem kümmerte sich der Vorsitzende um die Anschaffung vieler Geräte und Maschinen zur Pflege der Sportanlage. „Selbst fürs Unkrautjäten warst du dir nicht zu schade“, konstatierte Mayer. Wie sehr Niedermeier dem Fußball verbunden ist, bewies er einmal mehr, als er im vergangenen Jahr – obwohl sein Abschied bereits feststand – den Posten als Hausmeister für die Fußball-Abteilung übernahm.
Mayer gestand, dass ihm die vielen konstruktiven Gespräche mit Niedermeier fehlen werden. Der SVO ist nach seinen Worten ein Verein der Kameradschaft und die Zusammenarbeit und „mit dir war es immer kameradschaftlich“, beteuerte er. Im Vorstand verliert der Verein mit Niedermeier ein echtes Juwel in seiner Mitte. Bei allen Tränen des Abschieds gibt es aber auch Positives: Niedermeier bleibt dem SVO erhalten. Nicht nur als Mitglied und als Hausmeister beim Fußball, auch das Projekt einer vierten Stockbahn bei den Stockschützen will er mit begleiten. Der scheidende Vorstand freute sich zuvorderst, dass der Verein mit Philipp Fuchs einen Nachfolger gefunden hat. Er betonte, dass er die Aufgabe bis zum letzten Tag gerne gemacht habe. Deshalb wollte er sich auch bei allen Leuten bedanken, die ihn in dieser Zeit unterstützt haben. „Gerade im Ehrenamt ist es wichtig, dass man Menschen um sich hat, die mithelfen.“ Der Vorstandschaft und dem Vereinsausschuss wünschte er weiterhin gutes Gelingen. Und abermals brandete lautstarker Applaus für den scheidenden Vorstand auf.
Neben Peter Niedermeier stellte sich auch Vicki Marsch aus persönlichen Gründen nicht mehr zur Wahl als stellvertretende Kassier. Sie war 2019 in den Vereinsausschuss eingetreten und kümmerte sich, so Christian Mayer, „um die spannende und aufregende Tätigkeit der Kassiersarbeit“ zusammen mit Stefan Hofbauer. Mit einem Präsent wurde auch sie verabschiedet. Ihre Nachfolge tritt Daniela Mayer an. ws