Bad Aibling – Es war eine außergewöhnliche Predigt, die Stadtpfarrer Philipp Kielbassa am Faschingssonntag beim Gottesdienst in der Kirche St. Georg hielt. Rund zehn Minuten lang brachte er seine Botschaft in Versform unters Volk. Er legte dabei nicht nur ein erstaunliches dichterisches Talent an den Tag. Mit sehr deutlichen Worten, die er mit feinsinniger Ironie würzte, sprach er auch Fehlentwicklungen an, die Christen nicht hinnehmen dürften.
Er kritisierte das „Palaver“ von Querdenkern ebenso wie die Neigung vieler Menschen, die Schuld immer bei den anderen zu suchen, eigene Fehler aber nicht zu erkennen. Auch wagte er sich auf die Bühne der Weltpolitik und verurteilte die menschenverachtenden Züge scharf, die er in der Politik der Präsidenten von Russland und Amerika zu erkennen vermochte.
Trotz aller Unzulänglichkeiten auf dieser Welt sollte dennoch auch Platz für Fröhlichkeit bleiben, schloss der Pfarrer seine Ausführungen. Nach der Predigt spendeten die Kirchenbesucher dem Stadtpfarrer lang anhaltenden Applaus für diesen ungewöhnlichen Weg der Verkündigung, den er passend zum Faschingsfinale gewählt hatte. tt