St. Wolfgang – „Sich nicht zu viel scheißen und einfach machen“: Das hat sich Sophia Laraßer aus St. Wolfgang zum Motto gemacht – ob bei ihren Reisen durch die ganze Welt oder bei der Bewerbung um den Titel der Bayerischen Bierkönigin. Und mit diesem Leitsatz ist sie weit gekommen: Die 24-Jährige gehört zu den sechs Kandidatinnen, die die Jury vom Bayerischen Brauerbund aus den insgesamt 66 Bewerberinnen fürs Online-Voting ausgewählt hat.
Lieber Weißbier
als Aperol Spritz
Auf Volksfesten oder Herbstfesten trifft man mich immer am Weißbier-Karussell“, sagt Sophia Laraßer grinsend. Während ihre Freundinnen auch mal gern einen Aperol Spritz trinken, bleibt Laraßer lieber beim Bier. Darum hat sie sich auch gleich beworben, als sie die Anzeige der Bierkönigin auf Instagram gesehen hat. „Ich finde, Bier ist einfach ein Gefühl von Heimat.“ Es steht bei ihr für gemütliches Zusammenkommen, ob mit den Kollegen, Freunden oder Verwandten. Sowohl beruflich als auch privat war Sophia Laraßer schon viel in der Welt unterwegs. Doch so schön es in Südamerika und Asien auch ist: „Da geht halt ein gutes Bier ab.“ Da kommt die 24-Jährige immer gern heim. „In Bayern haben wir da einfach einen brutalen Luxus“, findet sie. Am liebsten sind ihr die Biere aus der Region: „Beim Weißbier sind meine Favoriten das Unertl und Erdinger, und beim Hellen sind es das Bräu z´Loh und Augustiner“.
Heimatliebe geht bei Sophia Laraßer aber auch ohne Bier: Gemeinsam mit ein paar Freunden aus dem Ort oder auch ihrem Papa fährt sie im Sommer gerne Touren mit dem Motorrad – am liebsten Richtung Chiemsee, aber auch mal bis nach Italien. Auch am Ortsgeschehen beteiligt sie sich, wie etwa beim Christkindlmarkt oder Vereinsfesten. Eine weitere Leidenschaft der St. Wolfgangerin ist der Eiskunstlauf, wo sie auch als Trainerin tätig ist.
Eine Amtszeit als Bayerische Bierkönigin mit der Arbeit zu vereinbaren, wäre für die angehende Wirtschaftsingenieurin kein Problem. Als duale Studentin in Landshut ist sie flexibel, und in der Arbeit in Waldkraiburg habe sie schon Überstunden aufgebaut. Laraßer beschreibt sich selbst als gesellig, offen und sehr spontan: Wenn sie zum Beispiel mal ein günstiges Angebot für einen Flug entdeckt, ist sie schon am nächsten Tag unterwegs Richtung Portugal. Allein zu reisen macht der 24-Jährigen überhaupt nichts aus, unterwegs lernt sie auch gerne mal Leute kennen. Ihr starkes Selbstbewusstsein konnte Sophia Laraßer auch gut im Bierköniginnen-Casting vom Brauerbund gebrauchen.
Als eine der 17 vorab ausgewählten Kandidatinnen durfte sich die St. Wolfgangerin auf der Bühne des Varieté-Theaters in München vor einem Publikum und der Jury vorstellen. Mit dabei waren eine gute Freundin und als Glücksbringer der Plüschaffe Coco, Laraßers früheres Maskottchen vom Eiskunstlaufen.
Sechs von den 17 Kandidatinnen wurden dann für das Online-Voting qualifiziert. Dass Laraßer auch unter ihnen ist, hätte sie selbst überhaupt nicht erwartet. „Die Überraschung war sehr groß“, denkt sie zurück. Gleich nach der Verkündigung gab es einen Foto- und Interviewtermin. „Das war gar nicht so einfach, weil ich darin noch gar keine Erfahrung habe.“ Trotzdem hat sie Spaß gehabt: „Es war eine total entspannte Stimmung.“ Darum freut sich die 24-Jährige auch schon auf die anstehende Medienschulung. Auch eine Bierschulung bekommen die letzten sechs Kandidatinnen, bevor am 14. April das mehrwöchige Online-Voting auf der Webseite www.bayerische-bierkönigin.de beginnt.
Vier Kandidatinnen ziehen ins Finale ein
Die vier Kandidatinnen mit den meisten Stimmen ziehen ins Finale ein, das im Mai im Löwenbräukeller in München stattfindet. Dort entscheiden die Jury sowie das Publikum mit Ehrengästen aus Politik, Kultur und Brauwirtschaft dann über die Siegerin.
„Jetzt wird es ernst“, spürt Laraßer. Sie hat auch schon ein paar Ideen, wie sie möglichst viele Stimmen für sich gewinnen kann. Immerhin hat die aktuelle Bierkönigin damals mehr als 10000 Votes bekommen. Die Unterstützung von ihrem Freund ist der St. Wolfgangerin jedenfalls sicher: „Er ist mein größter Fan und ganz begeistert von dem Ganzen“, erzählt Laraßer lächelnd.
Die Liebesgeschichte der beiden: „Unser erstes Date war, gemeinsam ein Bier zu trinken.“