Götting/Bruckmühl – Josef Wörndl zählt zweifellos zu den kommunalpolitischen und auch sportlichen „Urgesteinen“ der Marktgemeinde Bruckmühl. Jetzt feierte er in seinem Heimatort Götting im Kreise seiner Familie seinen 80. Geburtstag.
In Bruckmühl geboren, wuchs Wörndl in Götting auf. Nach dem Besuch der dortigen Grundschule und dem Abitur an der damaligen „Oberrealschule für Knaben“ (heute: Finsterwalder-Gymnasium) in Rosenheim studierte er an der Pädagogischen Hochschule in München-Pasing. Seine erste Lehrerstelle trat er in Kirchdorf (Gemeinde Raubling) an.
Gegen eigenen Willen
nach Bruckmühl
Über die Stationen Grundschule Westerham und Hauptschule Feldkirchen führte sein Weg schließlich 1984 nach Bruckmühl – „gegen meinen Willen“, wie sich der Jubilar schmunzelnd erinnert. Sein erfolgloses Versetzungs-Widerstreben hing zum einen damit zusammen, dass er in Bruckmühl auf einmal die Kinder von Freunden und Verwandten zu unterrichten hatte. Erschwerend kam noch dazu, dass er für zahlreiche Schüler als Fußball-Nachwuchstrainer der „Sepp“ war und sich – wie auf dem Sportplatz – duzen ließ.
Obwohl sich anfangs einige Eltern irritiert zeigten, ging er mit der schulischen „Duz-Situation“ jedoch gelassen um. An der hiesigen Holnstainerschule unterrichtete er dann bis zu seiner Pensionierung.
Privat schloss er 1971 mit seiner Frau Katharina den Bund der Ehe, aus dem zwei Kinder und fünf Enkelkinder hervorgingen.
Neben seinem Lehrerberuf, dem er mit Leidenschaft nachging, engagierte er sich frühzeitig für sportliche und öffentliche Belange. Der Jubilar war Mitbegründer des SV DJK Götting, wo er lange Jahre in verschiedenen Funktionen (Spartenleiter Fußball, Jugendleiter und Trainer) tätig war. Ebenfalls aktiv zeigte er sich in der Tennisabteilung des Vereins, wo er noch in der Mannschaft „Herren 65“ wettkampfmäßig den Punkten nachjagte. Inzwischen schwingt er den Schläger nur noch hobbymäßig. Außerdem dreht er regelmäßig seine Walking-Runden rund um Götting.
Dass sich Josef Wörndl auch in die Kommunalpolitik einbrachte, war angesichts der familiären „Fußstapfen“ keine Überraschung: Sein Vater war lange Jahre – bis zur Eingliederung nach Bruckmühl 1978 – Bürgermeister der damals selbstständigen Gemeinde Götting. In seine kommunalpolitische Laufbahn startete das Geburtstagskind 1990 bei der damals frisch ins Leben gerufenen ÜWG, die er von 1990 bis 2008 im Marktgemeinderat (davon drei Jahre als Fraktionssprecher) vertrat.
Von 2008 bis 2014 übte er sein Gemeinderatsmandat als Mitglied der seinerzeit neu gegründeten OLB aus. Diese Gruppierung ging aus der von ihm mitbegründeten IG Götting hervor, die er einige Zeit als Erster Vorsitzender anführte. Für seine 24-jährige Tätigkeit als Marktgemeinderat (in verschiedenen Ausschüssen) und seine kommunalen Verdienste wurde er 2014 mit der Ehrenmedaille der Marktgemeinde ausgezeichnet. Bereits 2008 hatte er die Kommunale Dankurkunde des Freistaates Bayern erhalten.
Josef Wörndl ist Mitinitiator des Göttinger Kegelvereins und gehört in Götting ferner dem Männergesangverein, dem Krieger- und Veteranenverein und dem Kirchenchor an. Er ist auch Mitglied im Bayerischen Lehrer und Lehrerinnenverband (BLLV).
Auch die Natur
spielt eine große Rolle
Seit seiner Pensionierung widmet er sich verstärkt der Gartenarbeit und hat sich zu einem Baumschneide-Experten entwickelt. Seine Liebe zur Natur verwirklichte er zudem mehrere Jahre als Betreuer im „Dorf für Kinder und Tiere“, einem Schullandheim in Herrmannsdorf.
In Vertretung von Bürgermeister Richard Richter überbrachte die Dritte Bürgermeisterin Anna Wallner die Glückwünsche der Marktgemeinde zum 80. Geburtstag zusammen mit einem Genusskorb. „Mit Josef Wörndl saß ich von 2008 bis 2014 gemeinsam im Marktgemeinderat – ich in meiner ersten und er in seiner letzten Amtsperiode“, berichtete sie unserer Zeitung.