Bad Aibling/Mietraching – Im Rahmen einer kleinen Feierstunde im Gasthaus Kriechbaumer in Mietraching verabschiedete die Stadtkirche Bad Aibling drei Kirchenpfleger und einige Mitglieder der Kirchenverwaltungen, deren Amtszeit zu Ende ging. Gleichzeitig wurde Norbert Kotter als neuer Kirchenpfleger der Pfarrgemeinde Mariä Himmelfahrt und Verbundpfleger der Stadtkirche vorgestellt.
Eine neue
Friedhofsordnung
Am Längsten aus dem Kreis der zu Verabschiedenden bekleidete Walter Siersch dieses Ehrenamt. 47 Jahre fungierte er als Kirchenpfleger von St. Vitus in Mietraching. Er sorgte dafür, dass regelmäßig Renovierungsmaßnahmen an dem Gotteshaus durchgeführt wurden und sich die Kirche heute in einem „Topzustand“ befindet, wie es Verwaltungsleiter Michael Liegl von der Stadtkirche in seiner Laudatio formulierte. Während der Amtszeit von Siersch entstand auch eine neue Friedhofsordnung.
Ebenfalls verabschiedet wurde Ludger Goedecke, der zwölf Jahre an der Spitze der Kirchenverwaltung Mariä Himmelfahrt stand und zugleich als Verbundpfleger für die gesamte Stadtkirche fungierte. „Deine Arbeit war mehr als ein Minijob“, fasste Liegl seine Leistung zusammen. Er erinnerte daran, dass er maßgeblich an der Gründung des Stadtkirchen-Verbundes 2015 beteiligt war. Außerdem fielen die mehrere Jahre dauernde Renovierung der Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt, die 2019 abgeschlossen wurde, sowie des zur Pfarrgemeinde gehörenden Pfarrhauses samt Büros in seine Amtszeit.
Kurz vor Ende seines Wirkens sei darüber hinaus der erste Bauabschnitt der Sanierung der Sebastianikirche abgeschlossen worden.
18 Jahre gehörte Sebastian Staber der Kirchenverwaltung in Berbling an, davon zwölf Jahre als Kirchenpfleger. In seiner Amtszeit wurden unter anderem der Kirchturm und die Sakristeitüren der Berblinger Kirche erneuert sowie Umbaumaßnahmen am Pfarrhaus durchgeführt. Auch die Sanierung der Parkplätze sowie der Vorplätze im Umfeld der Kirche fielen in Stabers Ära. „Ihr habt alle eine gute Arbeit geleistet, für die wir sehr dankbar sind“, betonte Liegl. In seinen Dank schloss er auch alle anderen Ehrenamtlichen ein, deren Mitarbeit in einer der sechs Kirchenverwaltungen im Bereich der Stadtkirche im Dezember endete. Aus der Pfarrgemeinde St. Georg schieden Lucian Ban, Martin Hofreuter und Leandro Steffen aus. Neben Sebastian Staber gehören dem Gremium in Berbling künftig Andreas Schmelcher, Michael Kink und Franz Josef Stadler nicht mehr an. Mit Walter Siersch verließ Irmi Gröbmeier die Kirchenverwaltung in Mietraching. In Ellmosen üben Johannes Lechner, Regina Resch und Irmgard Wagner dieses Amt künftig nicht mehr aus. Liegls Dank schlossen sich auch Renate Gartmeier, dieVorsitzende des Stadtkirchenrates, und ihre Stellvertreterin Hedi Westphal an. Verbundpfleger Ludger Goedecke überreichten sie zum Abschied neben einem Gutschein auch eine selbst gebastelte Osterkerze. „Du warst in Finanzfragen immer für uns da. Wir haben die Zusammenarbeit mit dir sehr geschätzt“, betonte Gartmeier. Ein kleines Präsent von der Stadtkirche gab es auch für die anderen Gremiumsmitglieder, die ihre Tätigkeit beendet haben.
Norbert Kotter umriss als neuer Verbundpfleger die Schwerpunkte seiner Tätigkeit und bereitete die neuen Mitglieder darauf vor, dass für die künftige Arbeit sicher nicht mehr Geld als bisher zur Verfügung stehen werde. Doch ermunterte er sie, vorhandene Gestaltungsmöglichkeiten zu nutzen und dem Pragmatismus bei der Ausübung ihres Ehrenamtes eine Chance zu geben. „Nutzen wir Spielräume, wo immer dies möglich ist. Machen wir uns aber immer wieder bewusst, wie wichtig in einer für die Kirche nicht einfachen Zeit die absolute Transparenz unserer Arbeit ist“, betonte er.
Wichtiger Wunsch
zum Abschluss
Abschließend formulierte Kotter noch einen Wunsch, der ihm am Herzen liegt. „Lasst uns in den kommenden sechs Jahren noch mehr in den Dimensionen der Stadtkirche denken und mit unseren Entscheidungen deren weiteres Zusammenwachsen aktiv unterstützen.“ tt