Tuntenhausen – Nachdem die Schönauer Theaterspieler im vergangenen Jahr mangels eines geeigneten Aufführungsortes pausieren mussten, haben sie nun im neuen Vereinsstadl in Bey-harting eine Möglichkeit gefunden, ihr Können wieder auf die Bühne zu bringen.
Mit großen Schritten Richtung Premiere
Und so wird seit geraumer Zeit unter Leitung von Robert Hartmann zunächst im Alten Schulhaus in Schönau und inzwischen im Vereinsstadl nahe des Beyhartinger Feuerwehrhauses geprobt. Auch Otto Gambos als Organisator und Souffleur und Hans Goldreicher als Verantwortlicher für die Technik sind wieder dabei. Um die Kostüme und den Bühnenbau kümmert sich der langjährige Schönauer Theaterleiter Sepp Heimgartner.
In der Komödie in drei Akten „Wer die Wahl hat…“ von Monika Szabady steht in dem Dorf Unterbrach die Wahl des Ortschaftsrates und des Ortsvorstehers an. Der größte Bauer im Ort und Sportvereinsvorstand Pirmin (Dominik Gambos), der diesen Posten seit Jahren innehat, fühlt sich sicher, dass er und seine Mannen wiedergewählt werden: Mit seinen engen Vertrauten Gustav (Michael Pletzer) und Michel (Thomas Gaar), dem „reingeschmeckten französischen“ Wirt des Dorfes regiert er quasi im „kleinen Kreis“ das Geschehen.
Nun platzt kurz vor der Wahl Susanne Sonnenschein (Katharina Rost) in den beschaulichen Dorfalltag: Die junge und sehr attraktive Dame möchte in einem leer stehenden Haus, das Pirmin gehört, ein „Wohlfühlparadies“ eröffnen. Der Dorfvorsteher und seine Vertrauten sind sofort für ein solches Vorhaben – allerdings ohne die Rechnung mit den Damen gemacht zu haben. Diese sind so gar nicht einverstanden mit dem geplanten „Sündenpfuhl“ im Ort.
Nach einem Streit zwischen Pirmin und seiner Frau Rosi (Margit Feller), entscheidet sich diese sogar in ihrer Wut, als Gegenkandidatin anzutreten und sammelt einen Kreis von Frauen als Kandidaten für den Ortschaftrat hinter sich. Mitten im harten Wahlkampf mischt dann plötzlich noch ein dritter Kandidat mit… Welche Rolle außerdem die beiden jungen Leute Karl-Theodor (Ferdinand Heller), Sohn von Gustav und Krimi (Vroni Baumann), und Nele (Theresa Pletzer), die Bürgermeisterstochter spielen – und ob die Haushälterin des verstorbenen Pfarrers, Helene Kreuz (Anni Bonnetsmüller), die sich jeden Tag beim Wirt oder dessen Frau Sabine (Franziska Riedl) eine (oder mehrere) Schorlen kredenzen lässt, wirklich so schwerhörig ist, wie jeder annimmt, wird sich zeigen.
Auf jeden Fall ist das Stück wohl in großen Teilen heiterer als der vergangene echte Wahlkampf und lädt zu einem unterhaltsamen Abend ein. Aufführungen: 3., 5., 9., 12. April, 20 Uhr. Außerdem: 6. und 13. April, 19 Uhr, sowie 6. April auch um 10 Uhr. Einlass und Verpflegung jeweils ab einer Stunde vor Vorstellungsbeginn. Kartenreservierung ab sofort bei Adelheid Bonnetsmüller unter Telefon 08065/909222, Whatsapp an 0151/59927166 oder per Mail an bonnetsmueller@
icloud.com. re