Bad Feilnbach/Rosenheim – Der Erlös der Spendenaktion „Schenken Sie ein Weihnachtslicht“ des Trachtenvereins „D’Jenbachtaler“ Bad Feilnbach kam heuer der Heilpädagogischen Tagesstätte „FortSchritt Konduktiv“ in Rosenheim zugute. Dank der überaus großen Spendenbereitschaft wurde die Rekordsumme des vorigen Jahres noch einmal übertroffen. Über 5000 Euro wurden während des Waldadvents in Bad Feilnbach von den Besuchern in die roten Sparschweine, die an den Essensständen aufgestellt worden waren, geworfen. Zudem gingen vorab bereits einige Spenden für die Aktion ein. Den Betrag rundeten die Jenbachtaler auf insgesamt 6000 Euro auf.
Mit einem großen Scheck machte sich nun eine kleine Delegation der Trachtler zur Einrichtung nach Oberwöhr in Rosenheim auf. Die Heilpädagogische Tagesstätte „FortSchritt Konduktiv“ steht Kindern mit besonderem Förderbedarf im Alter von sechs Monaten bis zum Schuleintritt zur Verfügung. Der Tagesablauf wird durch die „konduktive Pädagogik“ bestimmt. Dieses Konzept stellt nicht die Defizite der Kinder mit Beeinträchtigungen, sondern ihre Fähigkeiten in den Vordergrund. Das Ziel der konduktiven Pädagogik ist nicht nur, dass die geförderten Kinder sitzen, laufen, sich ausdrücken und selbstständig essen lernen. Es geht vor allem darum, dass sie von klein auf lernen, den Alltag selbstbestimmt und nach Möglichkeit selbstständig meistern zu können. Die Kinder haben große Freude daran, ebenso profitieren sie von den sozialen Interaktionen in der Gruppe.
„Es freut uns sehr, wieder eine wichtige Einrichtung für Kinder in der Region mit unserer Spendenaktion unterstützen zu können“, sagte Sebastian Gasteiger, Vorsitzender der Jenbachtaler. Nach einer Führung durch die liebevoll gestalteten Räume des Kindergartens wurde der Scheck im Kreise der Kinder feierlich an die Einrichtungsleiterin Andrea Papné übergeben. Als Zeichen ihrer Dankbarkeit trugen die Kinder ein fröhliches Lied vor und übergaben Sebastian Gasteiger ein selbstgestaltetes Bild mit den Dingen, die sie mit der Spendensumme anschaffen wollen. Dazu zählt unter anderem ein Kinderbus, in dem sechs Kinder – ähnlich wie in einem Bollerwagen – von einer Betreuerin transportiert werden können. Gasteiger brachte seine Freude darüber zum Ausdruck, dass das Geld in der Einrichtung sehr gut investiert sei und die Hilfe auch wirklich ankomme.