Nachruf

von Redaktion

Brannenburg – Die Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt war bereits bei der Sterbeandacht für die verstorbene Anna Peter, die von Vroni Zaggl gestaltet und von Susanne Sinhart-Dräxl und Monika Kaffl musikalisch umrahmt wurde, viel zu klein für die Trauernden. Auch beim Requiem fanden viele Gottesdienstbesucher keinen Platz in der Pfarrkirche. Pfarrer Helmut R. Kraus zelebrierte die kirchliche Feier, die musikalisch vom Kirchenchor unter Leitung von Rudi Hitzler und dem Brannenburger Klarinettenquintett gestaltet wurde. Enkelkinder gedachten in Fürbitten der geliebten Oma.

Anna Peter, geborene Antretter, wurde 1937 in Brannenburg geboren und wuchs mit ihren zwei Geschwistern auf Kogl auf. Nach der Schulzeit besuchte sie die Landwirtschaftsschule in Rosenheim. Dort lernte sie eine junge Frau aus Tegernsee kennen und diese vermittelte ihr eine Stelle im bekannten Hotel Bachmaier. Zwei Winter arbeitete sie dort in der Küche mit und schuf so die Grundlagen für ihre große Leidenschaft, das Kochen.

1964 heiratete sie ihren Mann Hans in der Wallfahrtskirche Schwarzlack. Die beiden führten eine lange, glückliche Ehe und konnten im Mai 2024 die diamantene Hochzeit feiern. Anna Peter war der Mittelpunkt der Familie, zu der neben ihren zwei Söhnen und zwei Töchtern im Laufe der Zeit neun Enkel- und zehn Urenkelkinder hinzukamen. Ihnen galt ihre ganze Liebe und Fürsorge.

1982 pachteten die Eheleute das Gasthaus Schwarzlack und führten es sehr erfolgreich. Neben der vielen Arbeit in der Küche unterstützte die leidenschaftliche Wirtin ihren Mann 38 Jahre in der Mesnerei der Wallfahrtskirche. Blumen und ein gepflegter Wirtsgarten waren ihr stets wichtig. Solange es ihr möglich war, half sie Sohn Hansi und Schwiegertochter Vroni, mit denen sie 35 Jahre harmonisch und respektvoll unter einem Dach lebte, in der Gastwirtschaft. Bodenständig, bescheiden, pflichtbewusst und stets mit einem Lächeln und netten Wort auf den Lippen, so kannten die vielen Stammgäste der Schwarzlack die Wirtin.

Ein Schicksalsschlag war eine Krebsdiagnose vor zehn Jahren. Diese konnte sie überwinden. Doch im August 2024 wurde sie nochmals von einem Krebsleiden heimgesucht. Sie konnte sich nicht mehr erholen.

Nach der kirchlichen Feier formierte sich unter Vorantritt einer Abordnung der Musikkapelle Brannenburg ein langer Trauerzug. Tochter Anna trug die Urne der Verstorbenen zum Familiengrab auf dem Kirchfriedhof. Am offenen Grab sprach Wast Kolb für die Kirchenverwaltung Dank für die Mesnerei der Wallfahrtskirche aus. Fahnenabordnungen der KAB Brannenburg, des Trachtenvereins und der Frauengemeinschaft ehrten ihr jahrelanges Mitglied.koa

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