Maxlrain – Die Freude ist groß beim Golfclub Schloss Maxlrain: Er erhielt das begehrte „Golf & Natur Gold Zertifikat“ des Deutschen Golf Verbandes (DGV) als Re-Audit. Da Golf eine Sportart im Freien ist und dadurch zwangsläufig eine enge Beziehung zur Natur hat, nimmt die Pflege des Platzes und Umfelds unter Nachhaltigkeitsaspekten einen immer größeren Stellenwert ein.
Der Deutsche Golf Verband beschäftigt sich bereits seit 1990 aktiv mit Umweltfragen auf Golfanlagen. Unter anderem wurde dabei das Umwelt- und Qualitätsmanagement-Programm „Golf & Natur“ installiert.
Zertifikat gilt
jeweils für zwei Jahre
Dr. Gunther Hardt ist Experte für Biodiversität, ökologische Nachhaltigkeit, Rasenqualität und Platzpflege beim DGV. Dieser berät und unterstützt die über 700 Golfanlagen seiner Mitglieder beim Thema Diversität und Umweltschutz und vergibt Qualitätszertifikate. In dessen Mittelpunkt stehen vier Schwerpunktbereiche: Natur und Landschaft, Pflege und Spielbetrieb, Arbeitssicherheit und Umweltmanagement sowie die Infrastruktur mit Öffentlichkeitsarbeit. Nach erfolgreicher Umsetzung der Maßnahmen gibt es zwar ein Zertifikat, doch das gilt nur für zwei Jahre.
Nun wurde dem Golfclub Schloss Maxlrain die „Gold“-Auszeichnung mit einem sogenannten Re-Audit bestätigt. Dr. Gunther Hardt überbrachte das Zertifikat persönlich. Mit dabei waren auch Tuntenhausens Bürgermeister Georg Weigl und Peter Prinz von Lobkowicz, die sich ebenso wie Präsident Karlheinz Bachmeier über die Auszeichnung für den Maxlrainer Golfplatz freuten.
Dr. Hardt stellte heraus, wie viel die Golfclubs für Natur und Klima tun und betonte: „Mit dem Qualitätsmanagement Golf & Natur stellt der DGV eine praxisnahe Anleitung für die umweltgerechte und wirtschaftliche Zukunft der Golfanlagen sowie für die Verbesserung der Spielbedingungen zur Verfügung.“ Im Rahmen einer freiwilligen Selbstverpflichtung habe sich seitdem viel getan in Maxlrain.
So erhielt die Halfway Hütte einen Naturholzboden. Eine Streuobstwiese mit 45 Bäumen wurde angelegt, die Gewässer wurden renaturiert. Auf dem Golfplatz entstand ein Bienenhaus, es wurden Insektenhäuser aufgestellt und Kieswege verdichtet. Nistkästen wurden angebracht und Fledermaushöhlen geschaffen.
Ein Tipp des Präsidenten: „Wenn sie das einmal mit eigenen Augen sehen möchten, wandern sie auf dem Naturpfad des Maxlrainer Rundwegs.“ Dort finden sich auch Hinweise auf natürliche Nistmöglichkeiten für Insekten wie Totholz und Erdhügel. Heimische Pflanzen, Tiere und Vögel werden ebenfalls thematisiert.
„Wir sind stolz auf euch“, bekundete Bürgermeister Georg Weigl für die Gemeinde Tuntenhausen.
Prinz von Lobkowicz betonte, dass der Naturschutz eine Riesenherausforderung für die Golfanlagen sei. „Die Mitglieder honorieren das“, bestätigte Präsident Bachmeier. Und Weigl sprach den Wunsch aus, dass noch viel mehr Gemeindebürger diese Anlage kennenlernen.
„Eigentlich
wie im Paradies“
„Eigentlich müsstet ihr hier ein Eingangsschild ,Willkommen im Paradies’ machen“, meinte Hardt. Wozu Weigl und der Prinz zustimmend nickten. Denn an schönen Tagen hat man vom Golfplatz aus oder vom Restaurant auf der kleinen Anhöhe beste Sicht auf die Bergkette. „Wir sind stolz, so ein Juwel in der Gemeinde zu haben“, erklärte Weigl, zumal Maxlrain mittlerweile überregionalen Bekanntheitsgrad besitze.