Bad Aibling – Felix Schwaller steht weitere drei Jahre an der Spitze des Kirchenrenovierungsvereins Sankt Sebastian. Bei dessen Jahreshauptversammlung im Paulusheim wurde der Bad Aiblinger Altbürgermeister jüngst ebenso einstimmig im Amt bestätigt wie sein Stellvertreter Franz Xaver Gartmeier, Schatzmeisterin Andrea Kapser, Schriftführer Franz Besel und Uwe Hecht als Beisitzer im Vorstand.
Kraft Amtes gehören außerdem Pfarrer Philipp Kielbassa, Kirchenpfleger Norbert Kotter und Edward Browne als Vorsitzender des Pfarrgemeinderates von Mariä Himmelfahrt dem Führungsgremium des Vereins an. Als Kassenprüfer wurden Sven Nitsch und Hedwig Wittmann wiedergewählt.
Marodes Gebälk ist
bereits saniert
In seinem Rechenschaftsbericht ging Schwaller nochmals auf den erfolgreichen Abschluss der Renovierungsarbeiten am maroden Gebälk oberhalb der Sakristei in der Sebastianikirche und die erfolgreiche Reparatur einer schadhaften Kirchenglocke ein. „Wir haben die Maßnahmen mit einer Spende von 25000 Euro unterstützt“, sagte der Vorsitzende. Dankbar äußerte er sich über die vielfältige Unterstützung, die der Verein in der Bevölkerung erfahre. Als Beispiele nannte er neben Einzelspenden ein Benefizkonzert des symphonischen Blasorchesters Rosenheim in der Georgskirche, das 847 Euro erbracht habe. 650 Euro seien bei einem Armbrustschießen der Bad Aiblinger Gebirgsschützen zusammengekommen.
„Die Kirche ist ein Herzstück unserer Stadt und auch für Menschen, die nicht regelmäßig Gottesdienste besuchen, immer wieder ein Ort der Ruhe und innerer Einkehr“, betonte der Fördervereinsvorsitzende. Wenngleich kurzfristig keine weiteren Baumaßnahmen anstünden, wolle der Verein auch künftig tatkräftig für den Erhalt des Gotteshauses arbeiten, versicherte der Vorsitzende.
Nachdem Schatzmeisterin Andrea Kapser von geordneten finanziellen Verhältnissen berichten konnte, war die von Sven Nitsch vorgeschlagene Entlastung des Vorstandes Formsache. Der neue Kirchenpfleger Norbert Kotter dankte dem Förderverein für seine großzügige Spende zur Kostendeckung der im ersten Bauabschnitt angefallenen Maßnahmen. Etwa 217000 Euro hätten hierfür aufgebracht werden müssen, die Instandsetzung der Glocke habe mit weiteren 15830 Euro zu Buche geschlagen.
Kotter würdigte insbesondere auch den „großen Einsatz“, den sein Amtsvorgänger Ludger Goedecke während der Bauphase an den Tag gelegt habe. Er versicherte, auch der neuen Kirchenverwaltung liege der Substanzerhalt der Sebastianikirche sehr am Herzen. Dies gelte auch für die örtliche Kolpingsfamilie, die den Erlös ihres jüngsten Benefiz-Schafkopfens aufstocken und dem Verein demnächst eine weitere Spende in Höhe von 500 Euro überreichen werde. Zu Beginn der Renovierungsarbeiten hatte Kolping bereits 3000 Euro gespendet.
Künftige Maßnahmen
werden priorisiert
Auf Wohlwollen stieß der Vorschlag des Kirchenpflegers, in den nächsten Monaten eine gemeinsame Begehung mit dem Vereinsvorstand in dem Gotteshaus durchzuführen und eine Prioritätenliste für künftige Renovierungsmaßnahmen zu erstellen. Abgerundet wurde die Versammlung mit einem Vortrag der in Bad Aibling lebenden Historikerin Dr. Therese Ahlert, die über den heiligen Sebastian referierte.