Tuntenhausen – Die aktuelle Finanzlage der Gemeinde Tuntenhausen kam kürzlich mit der Vorlage des Vermögenshaushaltes auf den Tisch des Gemeinderates. Das Fazit: Eine nach wie vor positive Entwicklung in 2025, aber eine Warnung vor künftig höherer Kreisumlage und einem Rückgang der Schlüsselzuweisungen.
Bevor Kämmerer Andreas Marx ins Detail des umfangreichen Zahlenwerkes ging, erläuterte Bürgermeister Georg Weigl die aktuelle Finanzlage: „Die Einnahmen aus Gewerbesteuer und der Einkommensteuerbeteiligung zeigen auch für das Jahr 2025 eine erfreulich positive Entwicklung“, verkündete der Rathauschef.
Man kann sogar mit Mehreinnahmen im Vergleich zum Vorjahr rechnen. Trotz der steigenden Kosten für Unterhaltsmaßnahmen und Personal ist mit einer Zuführung in den Vermögenshaushalt von über 1,4 Mio. Euro zu kalkulieren. Aber der Wermutstropfen folgte sogleich: Aufgrund der erhöhten Steuerkraft müssen wir in den Folgejahren mit einer deutlich höheren Kreisumlage rechnen“, mahnte Weigl. Daraus folgt auch ein Rückgang der Schlüsselzuweisungen des Freistaates, sodass uns nur noch eine geringe Zuführung für die Investitionen der nächsten Jahre zur Verfügung stehe, warnte Weigl weiter.
Beim Investitionsprogramm des Jahres 2025 steht der DSL-Ausbau in der Kommune mit zwei Millionen Euro und Grundstückserwerbe mit 1,8 Millionen Euro an vorderster Stelle. Es folgen mit 590000 Euro die Wasserversorgung (primär der Hochbehälter in Schönau) und mit 500000 Euro die Ganztagsbetreuung. 420000 Euro sind für den Ausbau des Bahnweges bis zum Kindergarten vorgesehen und 380000 Euro für das neue Tuntenhausener Feuerwehrfahrzeug.
350000 Euro verschlingt der Bauhof mit einer neuen Halle für Unterstellmöglichkeiten des Winterfuhrparkes.
Weitere 350000 Euro kostet die neue Querungshilfe in Schönau. Für Abwasser sind 320000 Euro vorgesehen und für die Schulen 300000 Euro (primär für das Dach in Schönau). So beläuft sich die Investitionssumme auf rund 8,66 Millionen Euro. Dem stehen auf der Einnahmenseite zwei Millionen Euro für den DSL-Ausbau gegenüber und 2,5 Millionen Euro aus Grundstücksverkäufen. Vom Verwaltungshaushalt kommen rund 1,44 Millionen Euro und aus den mittlerweile lieb gewonnenen Rücklagen weitere knapp 1,59 Millionen Euro. Der gesamte Vermögenshaushalt beläuft sich damit auf 8,92 Millionen Euro.
Positiv, wie schon in den vergangenen Jahre: Dass man das ohne Kreditaufnahmen schultern könne. Trotzdem könne die Gemeinde damit die wichtigsten Investitionen schultern, führte der Bürgermeister aus. Für 2026 stehen dann in der mehrjährigen Finanzplanung folgende Investitionen: 2,5 Millionen Euro DSL-Ausbau, 1,5 Millionen Euro Bürgersaal in Schönau, 1,25 Millionen Euro Erweiterung Oberrainer Feld, rund eine Million Euro Wasserversorgung (primär Verbundleitung nach Bad Aibling).
Für das Jahr 2027 sind geplant: 3,5 Millionen Euro für die Kläranlagenerneuerung und 500000 Euro für ein neues Feuerwehrfahrzeug für die Wehr in Beyharting.
„Wir können zufrieden sein“, fasste Bürgermeister Georg Weigl das Ergebnis des Haushaltes 2025 zusammen. Für die Zukunft müsse man nach seinen Worten jetzt nicht in Panik verfallen, „aber wir werden sicherlich jeden Cent umdrehen müssen“, wie er betonte. Ohne Gegenstimmen wurde dann dem Entwurf des Vermögenshaushaltes 2025 und der Finanzplanung 2024 bis 2028 zugestimmt. Weigl dankte den Räten und dem Kämmerer: „Eine Einstimmigkeit ist das beste Zeichen für die Verwaltung.“ Werner Stache