Bruckmühl – Große Aufregung herrschte am Dienstagmorgen, 18. März, in Bruckmühl, als zahlreiche Einsatzkräfte in die Sonnenwiechser Straße zu einem großen Feuerwehreinsatz gerufen worden waren. Zunächst hatte ein Sprecher der Polizeiinspektion Bad Aibling auf Nachfrage erklärt, dass ein Papiercontainer in Brand geraten war. Der Einsatz zog zudem eine Vollsperrung des Verkehrsbereichs nach sich. Mittlerweile sind weitere Einzelheiten zu dem Vorfall bekannt geworden. Und klar ist nun: Ohne das schnelle Handeln der Einsatzkräfte hätte der Brand weitaus schlimmere Auswirkungen nach sich ziehen können.
Erhebliche
Rauchentwicklung
„Gegen 7.55 Uhr wurden wir alarmiert“, erklärt Maximilian Neumeir von der Feuerwehr Bruckmühl, der vor Ort die Einsatzleitung übernommen hatte. Bereits bei der Anfahrt habe man aus der Entfernung eine erhebliche Rauchentwicklung wahrnehmen können, erzählt er. „Der Werkstattbesitzer hat uns dann empfangen und gesagt, dass keine Personen mehr in Gefahr sind“, so Neumeir. Man habe die darüberliegende Wohnung kontrolliert und festgestellt, dass diese zunächst durch die massive Rauchentwicklung nicht mehr bewohnbar war. „Die Bewohner hatten das Gebäude da aber bereits verlassen“, sagt der Einsatzleiter, der mit seinen Kollegen anschließend mit den Löschmaßnahmen begonnen hatte.
Brandherd im
Aufenthaltsraum
Dabei versuchten die Einsatzkräfte, den Brandherd ausfindig zu machen, den man recht schnell in einem Aufenthaltsraum lokalisieren konnte. „Dort war zumindest die größte Temperatur-Entwicklung“, sagt der Einsatzleiter. Die komplette Werkstatt samt Büro und Lagerräumen war zu diesem Zeitpunkt bereits verraucht. Mithilfe eines sogenannten „Zangenangriffs“, bei dem die Einsatzkräfte von zwei verschiedenen Seiten in das Gebäude eindrangen, konnte man den Brand in den Griff bekommen.
Da die Brandbekämpfung verhältnismäßig schnell vonstattenging, ging es im Anschluss überwiegend um das „Entrauchen“, wie Neumeir erklärt. „Dabei blasen sogenannte Überdruckbelüfter den Brand beziehungsweise den Rauch raus.“ Die darüberliegende Wohnung müsse laut Neumeir nun noch einer professionellen Reinigung unterzogen werden, bevor sie wieder bewohnbar wird.
Mit im Einsatz war ebenso Erwin Pötzinger, Zugführer der Feuerwehr Heufeld. Als am Morgen zunächst von einem „Brand im Industriebau“ die Rede gewesen sei, habe man erstmal schlucken müssen, erzählt er gegenüber dem OVB. Doch auch wenn sich das nicht direkt bewahrheitete, „hat sich das Brandbild sehr schnell entwickelt und es war viel Rauch zu sehen“, erinnert sich Pötzinger. Laut seinen Angaben habe ein schneller und wirksamer Eingriff der Feuerwehren Schlimmeres verhindern können. „Wenn wir ein bisschen später alarmiert worden wären, dann wäre in dem Gebäude vermutlich kaum mehr etwas brauchbar gewesen.“
Entscheidend, so Pötzinger: „Durch das schnelle Handeln konnte eine Durchzündung verhindert werden.“ Heißt: Die Löschmaßnahmen zeigten gerade rechtzeitig Wirkung, sonst wäre der inzwischen schwarze Rauch brennbar geworden, hätte explodieren und somit Feuer fangen können. Doch jene „Durchzündung“ wurde abgewendet, weshalb der Einsatz verhältnismäßig schnell, nach nur wenigen Stunden wieder beendet war. „So etwas hätte durchaus auch einen ganzen Tag dauern können“, weiß Pötzinger.
Wie Neumeir konnte sich auch Pötzinger nicht näher zur möglichen Brandursache äußern. Klar ist, dass die Kriminalpolizei umgehend die Ermittlungen aufgenommen hat. Die Brandursache ist bislang jedoch noch nicht bekannt, wie ein Sprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd kürzlich auf OVB-Nachfrage erklärte. Man rechne hier jedoch mit einem zeitnahen Ergebnis und wolle darüber sodann informieren.
Sachschaden bei
rund 300000 Euro
Neben den Feuerwehren Bruckmühl und Heufeld waren Kräfte der Feuerwehren Götting, Högling, Kirchdorf und Waith ebenso wie die Kreisbrandinspektion, die Polizei Bad Aibling und das BRK im Einsatz. Der Schaden liegt nach aktuellem Kenntnisstand bei rund 300000 Euro, verletzt wurde offenbar niemand.