Au – Der Auer Trachtenmarkt ist und bleibt eine überaus beliebte Kulturveranstaltung in Bad Feilnbach. Dies bestätigte am Samstag die inzwischen 15. Auflage, organisiert und durchgeführt von den Schalkfrauen des Trachtenvereins Immergrün Au.
Lange Schlangen am Einlass zum Sportheim
Gewohntes Bild seit seiner Einführung war erneut eine lange Schlange an Kaufinteressenten, die sich vom Sportheim des ASV Au bis zum Vereinsheim des Ski-Clubs Au bildete. Nach Öffnen der Sportheimpforten durften die Besucher, nach Blockabfertigung am Eingang, an die strukturierten Kleiderstände und Tische, um günstiges Dirndl- oder Trachtengwand, Blusen, Röcke, Schuhe und andere gut erhaltene Accessoires im Erdgeschoss zu ergattern. Dort befand sich auch die Abteilung, in der Kinder und Jugendliche brauchbare Sachen aus dem Bereich der Tracht, wie etwa kurze Plattler- und Lederhosen, Hemden, Westen, Strümpfe und Haferlschuhe, zu günstigen Preisen finden konnten.
In den Kellerräumen fand mancher Bursch oder Mann das passende Gwand, um bei Festen und Veranstaltungen sowie auf verschiedenen Tanzbühnen ein anständiges Bild abzugeben. Eine große Auswahl an gut erhaltener und sauberer gebrauchter Ware hatten Schalkies, unterstützt von fleißigen Miadadirndln des örtlichen Traditionsverein zur Pflege und Erhalt von Brauchtum, Heimat und Sprache, im Vorfeld angenommen, registriert, sortiert und zusammengestellt.
Entscheidend für viele Kaufinteressenten war in erster Linie der Preis. Wie diverse Mütter und Väter erklärten, bedeute bei Kindern und Jugendlichen, die an der heimatverbundenen Brauchtumspflege mitwirken wollen und auch sollen, eine Neubeschaffung entsprechender Bekleidung gleichzeitig ein tiefer Griff ins Portemonnaie. So mache dieser Trachtenmarkt und dessen Erfolgskonzept der Auer Schalkfrauen, getragenes Gwand oft als Schnäppchen an das nächste und jüngere Mitglied der Gemeinschaft weiterzugeben, durchaus für sie Sinn. Als „vorbildlich“ bezeichneten die Kunden aber auch die „fach- und sachkundige Beratung“ sowie die Betreuung durch die Organisatorinnen.
Veranstalter reagiert auf Diebstähle
Gefragte Anlaufstelle war das Zelt im Außenbereich mit Stoffen zum Selberschneidern, neue Bekleidung, Schuhe und Schmuck. Hoch im Kurs stand die große Theke mit selbst gebackenen Kuchen und Torten sowie Brotzeiten. Einziger Wermutstropfen: Aufgrund von Diebstählen in den vergangenen Jahren konnte auf Sicherheits- und Taschenkontrollen nicht verzichtet werden.