Bruckmühl – Der Josefi-Markt ist zurück in der Bruckmühler Ortsmitte: Ab 2019 war die beliebte „Open-Air“-Einkaufsmeile wegen der Bauarbeiten für die Kulturmühle auf den Volksfestplatz verlagert gewesen. Jetzt kehrte sie zur Freude der Besucher (siehe Umfrage) an den angestammten Platz rund um den Bahnhof heim. Während das Gästeaufkommen am ersten Tag noch etwas zurückhaltend war, strömten am Sonntag die Marktbesucher in Scharen herbei.
Die riesige Angebotspalette der 64 Fieranten bildete auch einen Saison-Sprung zwischen der kalten und warmen Jahreszeit, denn neben Winterpullis, Wollmützen und Kaminöfen wurden gleichzeitig luftige T-Shirts und Sommerblusen angeboten. Auch für die Gesundheit und Körperpflege gab es viele Offerten – von Body-Yoghurt „Rosentraum“ über kalt gerührte Seife und Naturkissen bis zum speziellen Armband, das Gleichgewicht, Ausdauer und Energie fördert.
Gut aufgestellt war auch die „Abteilung Schmuck und Deko“, etwa mit selbstgefertigtem Makramee-Ohrringen, „dot painting“-Mandalas und Traumfängern. Für den Frühjahrsputz lagen unter anderem biologisch abbaubare Reinigungsmittel bereit und als „Hightech-Haushaltshilfen“ standen der Thermomix sowie Staubsauger mit Bodenerkennung (ein Hauch von KI) zum Verkauf. Hausbesitzer interessierten sich für Fenster, Rollläden, Vordächer und Türen. Die umfangreiche „Verpflegungs-Palette“ erstreckte sich von Bauerngeräuchertem und Bauernbrot aus Niederbayern bis zu Sambusa-Teigtaschen aus Äthiopien. Mit einem Info-Stand war auch der Verein „Rehkitzrettung Mangfalltal“ vertreten sowie die Awo mit ihrem traditionellen Lose-Verkauf und die Malteser, die auch ihre Abteilung „Technik und Sicherheit“ vorstellten.
Die kleinen Marktbesucher drehten freudig ihre Runden auf dem Kinderkarussell und auf der Mini-Eisenbahn. Gut besucht waren auch die Cafés, Eisdielen und Gaststätten und die verkaufsoffenen Geschäfte in der Ortsmitte.
Etwas Beklemmung rief eine „Neuheit“ hervor: Am Anfang und Ende der Bahnhofstraße bildeten quer gestellte Bauhoffahrzeuge eine Schutzbarriere.
Die beiden Marktleiter Peter Kajetan Schmid und Oliver Nowotny zeigten gegenüber dem Mangfall-Boten sehr zufrieden mit dem Marktverlauf an neuer/alter Stelle: „Der Schauplatzwechsel wurde gut angenommen. Die auf den ersten Blick wie Lücken anmutenden freien Stellen beruhten nicht auf fehlenden Fieranten, sondern waren den Auflagen für den Zugang beziehungsweise die Zufahrt zu Häusern und Geschäften sowie Feuerwehr-Anlegezonen geschuldet. Wir mussten sogar zehn Fieranten ablehnen“ erläuterte das Marktleiter-Duo.