Bad Aibling – Auf ein ereignisreiches Jahr kann der Zweigverein Bad Aibling des Katholischen Deutschen Frauenbundes (KDFB) zurückblicken. Die breit gefächerte Liste seiner Aktivitäten ist lang.
Vorsitzende Resi Raß erinnerte in ihrem Rechenschaftsbericht bei der Jahreshauptversammlung im Paulusheim unter anderem nicht nur an diverse Ausflüge, Wallfahrten, Gebetsveranstaltungen, einen Besuch des Bad Endorfer Volkstheaters und den gelungenen Frauenbund-Fasching am unsinnigen Donnerstag, der sich längst zu einer Kultveranstaltung in der närrischen Saison entwickelt hat.
Auch das soziale Engagement des Vereins hob die Vorsitzende hervor. Sämtliche Einnahmen des Kräuterbüschel-Verkaufs an Mariä Himmelfahrt und des traditionellen Adventsbasars seien für gute Zwecke zur Verfügung gestellt worden, betonte Raß. Großes Lob hatte sie für das Engagement der Mitglieder parat. „Immer, wenn helfende Hände benötigt wurden, waren sie zur Stelle. Dafür bin ich sehr dankbar“, sagte sie.
Nachdem Schatzmeisterin Ingrid Stout eine solide Finanzlage vermelden konnte und Kassenprüferin Annemarie Karl eine einwandfreie Kassenführung bestätigt hatte, war die einstimmige Entlastung der gesamten Vorstandschaft Formsache.
Annemarie Landkammer, die als KDFB-Bezirksvorsitzende im gesamten Mangfalltal fungiert, hob in ihrer Rede die Wichtigkeit der Arbeit hervor, die der Frauenbund leistet. Er habe in seiner Geschichte viele Rechte für Frauen miterkämpft, die heute eine Selbstverständlichkeit seien. Als „absolute Notwendigkeit“ bezeichnete sie den Fortbestand des Vereins in Bad Aibling, der aktuell mit einem steigenden Altersdurchschnitt der Mitglieder zu kämpfen hat.
Große Freude herrschte bei den Anwesenden darüber, dass bei der Versammlung mit Margot Sibbers, Christl Friemuth und Eva Weiß drei neue Mitglieder in den Verein aufgenommen werden konnten. Auf der Tagesordnung standen darüber hinaus zahlreiche Ehrungen langjähriger Mitglieder, die Resi Raß und ihre Stellvertreterin Rita Krupp vornahmen.
25 Jahre Mitglied im Frauenbund sind Marianne Aschauer, Hildegard Eder, Maria Knabl und Christine Zappl. Seit 30 Jahren gehören Anna Böhm, Christine Braun-Antretter, Mariele Gigglinger, Christl Herl, Hannelore Lauber, Katharina Lechner, Barbara Scharinger, Josefine Willmann und Marianne Stolle dem Verein an.
Rosa Ableitner, Therese Wieland und Angela Wimmer sind seit 40 Jahren Mitglied. Auf eine 50-jährige Mitgliedschaft können Pung-Ja Keitz, Carola Scherer und Inge Wolf zurückblicken. Seit mittlerweile 60 Jahren halten Marlene Liegl und Anna Katzmair dem Verein die Treue. Mit einer Urkunde und einem Blumenpräsent bedankte sich Resi Raß bei den Geehrten.
Abgerundet wurde die Versammlung durch einen Vortrag von Monika Wendrich, die die Arbeit des Vereins „Seniorenhilfe Lichtblick“ in der Region Rosenheim vorstellte. Er unterstützt allein im Landkreis Rosenheim rund 1200 Senioren, die aufgrund einer niedrigen Rente mit beengten finanziellen Verhältnissen über die Runden kommen müssen.
Eröffnet wurde die Zusammenkunft mit einer Wortgottesfeier samt Totengedenken, bei der geistliche Beirätin Elisabeth Boxhammer ebenfalls die Bedeutung der Frauenbund-Arbeit für die Gesellschaft hervorhob. Sie betonte, dass es in einer Zeit wachsenden Misstrauens wichtig sei, dieser Entwicklung Vertrauen entgegenzusetzen – „auch wenn dies nicht immer leicht fällt“. Norbert Kotter