Nein zu Hass, Hetze, Rechtsextremismus und Verschwörungstheorien

von Redaktion

Zu einer Friedens-Kundgebung versammelten sich am Freitagabend über 160 Menschen auf dem Bad Aiblinger Marienplatz

Bad Aibling – Aus gegebenem Anlass fand am Freitagabend am Marienplatz in Bad Aibling eine Kundgebung für Demokratie, Vielfalt und Gleichheit statt. Die Veranstalter („Mut & Courage“) setzten damit ein klares Zeichen gegen Hass, Hetze, Rechtsextremismus und Verschwörungsideologien.

Über 160 Menschen verfolgten friedlich die Veranstaltung, die von Redebeiträgen und Liedern (mit Raphael Lichius und Irene Durukan) eindrucksvoll geprägt war. Sissi Zinner-Knarr, Leiterin der Kundgebung und stellvertretende Vorsitzende von „Mut & Courage Bad Aibling“ meinte, es reiche nicht mehr, leise zu sein, man müsse jetzt eine klare Position vertreten.

„Jetzt ist es an der Zeit, dass wir deutlich und laut werden und dem zunehmenden Rechtsextremismus entgegentreten“, so die Rednerin fordernd. Marthe Balzer, die sich seit zehn Jahren bei „Bunt statt Braun“ engagiert, sprach über Verschwörungstheorien und den zunehmenden Verflechtungen mit rechtsextremem Gedankengut. „Ihr seid heute hier, um Haltung zu zeigen“, freute sich Balzer. Sie warnte aber gleichzeitig auch vor der gefährlichen Mischung aus Halbinformationen und Menschenverachtung.

„Verschwörungstheorien werden salonfähig gemacht“, warnte sie. Leider verschwinde mittlerweile auch die USA als Leuchtturm der Demokratie.

Betroffenheit machte sich dann anschließend breit, als Richard Lindl Margot Friedländer zitierte: „Was war, war  – wir können es nicht mehr ändern. Es darf nie, nie wieder geschehen.“ Und mit dem eindrucksvollen und nachdenklichen Dialog „Vater und Sohn über den Krieg“ von Karl Valentin brachte der Kulturrentner Aiblings die Versammelten zum Nachdenken.

Worte, die jeden berührten und die jeder für sich reflektieren sollte, denn der Dialog zeige, wie Unsinn oft durch starre Strukturen oder übermäßigen Gehorsam entsteht.

Über Aufklärung als Haltung sprach am Ende dann Khando Ronge vom Initiativkreis Migration Rosenheim und Prien, bevor Irene Durukan, Vorsitzende von „Mut & Courage“ die Versammlung mit dem Vereinslied „Gib mir dei Hand“ von Christina Ullmann beendete.

Zur selben Zeit trat am Freitagabend im Bad Aiblinger Kurhaus der umstrittene Kayvan Soufi-Siavash, vielen noch besser bekannt als Ken Jebsen, auf. Er gilt seit Jahren als einflussreicher Verschwörungsideologe. Einen offiziell bestätigten Zusammenhang zwischen dem Auftritt und der Friedenskundgebung auf dem Marienplatz gibt es nicht.

Fotos Und Text: Werner Stache

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