Tuntenhausen/Maxlrain – Es klingt wie eine Horrormeldung: Nach einem missglückten Abschlag hat ein Mann einen Golfball ins Gesicht, genauer gesagt ins Auge, bekommen. Aufgrund des Unfalls auf der Anlage des Golfclubs Schloss Maxlrain war am Sonntagnachmittag sogar ein Hubschrauber im Einsatz. Doch was war genau passiert und wie geht es dem Mann, der von dem fliegenden harten Golfball getroffen wurde?
Was ist am
„Loch 2“ passiert?
Wie berichtet, wurde die Polizeiinspektion Bad Aibling am Sonntag gegen 13.40 Uhr durch die Leitstelle alarmiert und zu einem außergewöhnlichen Einsatz am Golfplatz in Maxlrain beordert. Ein Polizeisprecher teilte mit, dass man dort eine Freundesgruppe, die gemeinsam Golf gespielt hatte, angetroffen habe. Laut Angaben der Polizei sei es im Verlauf des Spiels zu einem missglückten Abschlag gekommen, wodurch ein Mann den Golfball ins Auge bekommen hat. Zwar ist unklar, aus welcher Distanz der Mann von dem Ball genau getroffen wurde. Klar ist aber, dass er anschließend mit einem Hubschrauber ins Münchener Klinikum Rechts der Isar geflogen wurde.
Am Tag danach lässt sich der Vorfall nun etwas klarer einordnen. Wie Alexandra Kellerer, Clubmanagerin der Maxlrainer Anlage, auf OVB-Nachfrage erklärt, handelte es sich bei den Betroffenen um Gäste aus München und Frankfurt, die am Sonntagnachmittag an „Loch 2“ unterwegs waren.
Beim Abschlag eines Golfspielers sei ein weiterer Mann etwas „zu weit vorne“ gestanden, wodurch er durch den abgeschlagenen Golfball getroffen wurde. „Sofort wurde ein Sanka und dann eben auch ein Hubschrauber gerufen“, berichtet Kellerer. Normalerweise müsse man hinter oder maximal auf gleicher Höhe mit dem Abschläger stehen, erklärt die Clubmanagerin den selbst verschuldeten Unglücksfall. Der Golfball habe dann unglücklicherweise durch einen „Slice“, einen bestimmten Golfschwung, bei dem der Ball mit einem Drall zu weit nach rechts geriet, den Mann getroffen.
„Hab ich in 25 Jahren noch nicht erlebt“
„Natürlich kann so etwas mal passieren. Allerdings bin ich seit 25 Jahren im Golfsport aktiv und in dieser Zeit ist das jedenfalls noch nie vorgekommen“, sagt sie. Doch das Wichtigste sei, so Kellerer: „Es ist sehr, sehr glimpflich ausgegangen und er hat sich zum Glück nur die Nase gebrochen. Auch mit dem Auge wird alles wieder in Ordnung sein.“
Die Clubmanagerin steht mit dem verletzten Mann in Kontakt. „Er hat sich für die schnelle Hilfe bedankt und er durfte am Sonntag das Krankenhaus schon wieder verlassen und nach Hause gehen.“ Große Erleichterung also, nachdem die Meldung und der Hubschraubereinsatz am Vortag weitaus Schlimmeres hätten vermuten lassen.