Bad Aibling – Seiner Vollendung sieht das Solarfeld entgegen, welches die Gas- und Wärme GmbH der Stadt Bad Aibling derzeit entlang der Autobahn im Bereich der Eulenau errichtet. Ein paar Maßnahmen müssen noch erledigt werden, ehe die Anlage sauberen Strom produzieren kann.
Insgesamt
1900 Module
Bad Aiblings Bürgermeister Stephan Schlier freut sich nicht nur darüber, dass eine Inbetriebnahme der 1900 PV-Module, die dort errichtet wurden, im Mai oder Juni erfolgen kann. „Das Projekt ist auch ein Beweis dafür, wie gut eine gemeindeübergreifende Zusammenarbeit für die Produktion von umweltfreundlicher Energie funktioniert hat, die regional erzeugt werden kann“, sagt Schlier.
Das Stadtoberhaupt spielt damit auf die Tatsache an, dass sich das rund 1,2 Hektar große Grundstück, auf dem die Module stehen, im Besitz der Gemeinde Bad Feilnbach befindet. Die Stadtwerke als Betreiber der Anlage haben es gepachtet. Jedes Modul weist nach ihren Angaben eine elektrische Leistung von 695 Watt auf, die Gesamtleistung beläuft sich auf rund 1,3 Megawatt. Die Stadtwerke und die Mangfalltal Energie GmbH, bei der die Stadt Mitglied ist, werden sich künftig um die Vermarktung des Stroms kümmern. Damit er fließen kann, müssen noch der Netzanschluss und die dafür notwendige Trafostation errichtet werden.
Insgesamt nimmt die Gas und Wärme GmbH nach eigenen Angaben rund eine Million Euro für das Projekt in die Hand. Wann sich die Investition zu rechnen beginnt, steht noch nicht fest. „Der Strommarkt ist derzeit sehr volatil. Zur Amortisation der PV-Anlage kann noch keine Aussage getroffen werden“, teilt Pressesprecherin Franziska Vogl von der Stadt Bad Aibling auf Anfrage der OVB-Heimatzeitungen mit.
Die Möglichkeit, Strom regional zu erzeugen und zu vermarkten, sei das wesentliche Kriterium für die Maßnahme gewesen, so Vogl. Ein Vorteil, der sich daraus ergibt: Das Übertragungsnetz wird nicht belastet. Auch der Bad Feilnbacher Bürgermeister Max Singer äußert sich positiv über die Anlage und die Zusammenarbeit mit der Stadt Bad Aibling. „Bei der Fläche, auf der die Module stehen, handelt es sich nicht um einen besonders hochwertigen Boden. So können wir zusammen mit Bad Aibling einen gemeinsamen Beitrag leisten, umweltfreundlichen Strom zu erzeugen.“
Sieben Partner
arbeiten zusammen
Sein Bad Aiblinger Kollege erinnert zudem daran, dass das Projekt letztlich den Ausschlag für die Gründung der Mangfalltal Energie GmbH im Sommer 2023 gegeben habe. In dem Verbund arbeiten neben der Stadt Bad Aibling und der Energie Südbayern GmbH die Gemeinden Bad Feilnbach, Bruckmühl, Feldkirchen-Westerham, Tuntenhausen und Großkarolinenfeld zusammen. „Wir stehen für eine saubere Energiezukunft unserer Region“, heißt es auf der Internetseite des Zusammenschlusses. Bürgermeister Stephan Schlier ist sich mit Singer einig. „Ein erster Schritt in die richtige Richtung ist mit der Anlage getan.“