Feldkirchen-Westerham – Die „Alte Post“ im Ortszentrum von Feldkirchen ist schon seit vielen Jahren zweckentfremdet. Das Haus steht aber nicht leer. Die Heimatliche Sammlung und die Musikschule sind hier untergebracht. In Kürze soll das Gebäude nun energetisch aufgewertet werden. Anlass ist, dass im Zusammenhang mit der neuen Dorfmitte das Haus an die örtliche Nahwärmeversorgung angeschlossen wird. Noch aber müssen laut Verwaltung die Haushaltsberatungen abgewartet werden.
Ein Rückblick auf die Geschichte des Hauses: Das Gebäude an der Kreuzung Münchner Straße/Glonner Straße war viele Jahrzehnte aus dem täglichen Leben nicht wegzudenken. Pakete und Briefe wurden von hier aus auf die Reise geschickt oder hier abgeholt, im Schalterraum wurden in den sogenannten öffentlichen Telefonzellen vertrauliche Gespräche geführt oder Telegramme aufgeben. Und im zweiten Stock waren Wohnungen. Die Post war damals für viele Menschen ein Mittelpunkt der Verständigung.
Seit den ersten Jahren der Amtszeit des damaligen Bürgermeisters Bernhard Schweiger (2005 bis 2017) ist das Gebäude im Besitz der Gemeinde und gehört zu den kommunalen Liegenschaften. Die Räume wurden für unterschiedliche Zwecke verwendet. Sie dienen als Heimat für die Heimatkundliche Sammlung, der Volkshochschule und der Musikschule. Daneben diente die Alte Post vor zehn Jahren, als das alte Rathaus saniert und parallel dazu das neue gebaut wurde, auch als Ausweichquartier. Vorübergehend war in dem Gebäude sogar das Trauzimmer untergebracht. Vergangenheit und Gegenwart – in der Alten Post ist Platz für alle Gegebenheiten. me