„In Bauch und Gesicht geschlagen“

von Redaktion

Große Aufregung herrschte am vergangenen Donnerstag am Bad Aiblinger Bahnhof: Eine Frau soll auf mehrere Schüler losgegangen sein. Nun äußert sich die Polizei zu dem Vorfall.

Bad Aibling – Große Aufregung herrschte vor einigen Tagen am Bad Aiblinger Bahnhof. Laut Schilderungen, die zunächst auf Social Media kursierten, soll es am vergangenen Donnerstagnachmittag zu einem aufsehenerregenden Vorfall am Bad Aiblinger Bahnhof gekommen sein. Nach Aussagen eines Mannes soll dabei eine Frau mehrere Schüler angegriffen und verletzt haben.

Kritik in Sozialen
Medien an Zeugen

In seinem Facebook-Post ist die Rede von Schülern, die sowohl in den Bauch als auch ins Gesicht geschlagen wurden. Doch was war wirklich passiert?

Während sich auf Facebook zahlreiche Nutzer zu dem Vorfall äußerten und teils scharf kritisierten, dass offensichtlich Außenstehende nicht geholfen hätten, bestätigte indes die Polizeiinspektion Bad Aibling den Vorfall auf OVB-Anfrage.

Allerdings teilte ein Sprecher mit, dass sich das Geschehen am oder im Zug abspielte und somit die Bundespolizei für den Fall zuständig sei. Dr. Rainer Scharf, Pressesprecher der Bundespolizeiinspektion Rosenheim, erklärte nun, dass die genauen Umstände im Rahmen des Einsatzes noch nicht abschließend geklärt sind.

Klar ist aber, dass man über das Polizeipräsidium Oberbayern Süd an besagtem Donnerstagnachmittag alarmiert wurde. Die Frau, eine 31-Jährige, sei in Kolbermoor am Bahnhof von Polizeibeamten aufgegriffen und zur Vernehmung zur Polizeiinspektion Bad Aibling gebracht worden. Laut Polizeisprecher Scharf sei sie „leicht alkoholisiert“ gewesen. Doch bevor sie von der Polizei angetroffen wurde, sei es am Bahnhof Bad Aibling zu einer Auseinandersetzung zwischen ihr und Schülern gekommen, zu deren Umständen jedoch noch einige Fragen offen seien.

Mutmaßlich sei die Beschuldigte auf zwei zwölfjährige Kinder losgegangen und habe diese geschlagen. Beide wurden als Zeugen vernommen.

„Eine Geschädigte wurde im Rettungswagen untersucht, behandelt und anschließend an ihre Mutter übergeben“, berichtet Scharf. Die Staatsanwaltschaft sei ebenfalls informiert worden.

Erwachsene im Zug
griffen nicht ein

Laut der Schulleitung der Einrichtung, die die betroffenen Kinder besuchen, habe der denkwürdige Vorfall die Teenager durchaus beschäftigt. Zumal es nach den Schlägen am Bahnhof zu Küssen im Zug gekommen sei. Besonders ärgerlich sei jedoch, dass weder am Bahnhof noch im Zug Erwachsene eingegriffen hätten. Lediglich seien ältere Schüler den jüngeren schließlich zur Seite gesprungen. Laut Polizeiangaben sei die beschuldigte Frau später ins kbo-Inn-Salzach-Klinikum gebracht worden.

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