Mörderjagd begeistert Premierenpublikum

von Redaktion

Vergnügen und Gänsehaut wie bei Edgar Wallace und Miss Marple: Das Theater Bruckmühl begeistert die Zuschauer mit der Kriminalkomödie „Der Frosch mit der Peitsche“. Nicht nur die Handlung überzeugt, sondern auch die Spielfreude der Mitwirkenden.

Bruckmühl – Es ist schon ein besonderes Stück, das sich die Akteure vom Theater Bruckmühl für ihre diesjährigen Frühjahrsaufführungen ausgesucht haben: „Der Frosch mit der Peitsche“ , eine spannende Kriminalkomödie in drei Akten von Matthias Hahn, angelehnt an die Edgar-Wallace-Klassiker „Der unheimliche Mönch“ und „Der Frosch mit der Maske“, passend zum 150. Geburtstag des beliebten Krimiautors aus London. Dem deutschen Fernsehpublikum sind beide Wallace-Stücke bestens bekannt durch die Verfilmungen 1959 und 1967, jeweils mit Joachim Fuchsberger als erfolgreichem Gangster-Jäger.

Inspektor Bliss
sucht den „Frosch“

Unter der Regie von Claudia Derntl und Heidi Faltlhauser muss in der Göttinger Mehrzweckhalle nun Inspektor Bliss (Tommy Ultsch) dem Täter auf die Spur kommen. Worum geht es: In der Nähe von Schloss Monkshall wurde vor fünf Jahren ein Goldtransporter überfallen. Anführer der Bande war ein als Mörder gesuchter Verbrecher, genannt der „Frosch“. Beute und Täter sind seither verschwunden. Um den Fall endlich aufzuklären, quartiert sich Inspektor Bliss in dem inzwischen zum Hotel umfunktionierten Schloss ein – und zwar als Schmetterlingsforscher verkleidet. Die ehemals verarmte Hotelbesitzerin, Mrs. Redmayne (Kathi Schindler) und ihre fast zu unschuldig wirkende Tochter Mary (Marina Pagels) führen das bescheidene Hotel mithilfe eines blinden und unheimlich umherschleichenden Butlers (Michael Heß, der auch in drei weiteren kleinen Rollen brilliert).

Spannung bleibt
bis zum Schluss

Zum selben Zeitpunkt befinden sich auch einige merkwürdige Gäste im Hotel. Da sind der zwielichtige Pfarrer Goodman (Peter Baier) und die emsig strickende Miss Elvery (Regina Seuffert), die Miss-Marple-like jedem Geheimnis hinterherspioniert. Zur Unterstützung von Inspektor Bliss findet sich seine Assistentin, Sergeant Manders (Miri Huber), ein, ebenfalls undercover, und muss sogar in die Rolle der strippenden Sängerin Lola Bassano schlüpfen.

Aber wer ist der „Frosch“? und kann Inspektor Bliss ihn endlich fangen? Hilft vielleicht ein im Hotel stattfindendes Kostümfest bei der Aufklärung des Falles?

Die Spannung bleibt bis zum Schluss und die Bruckmühler Theaterer geben bis zum letzten Moment alles, um ihr Publikum bestens zu unterhalten.

Die Rollen sind wunderbar typgerecht besetzt und werden mit Schwung, Textsicherheit und großer Spielfreude temperamentvoll auf die Bühne gebracht – Kampfszenen inklusive. Gelungene Technik, ein charmantes Bühnenbild und die gute Bewirtung tragen zusätzlich zum Gelingen des Abends bei. Der lange Schlussapplaus bei der Premiere war mehr als verdient.

Termine der Aufführungen

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