Wo Bruckmühl investiert

von Redaktion

Das Investitionsprogramm der Marktgemeinde Bruckmühl, dem der Marktgemeinderat jetzt zugestimmt hat, sieht bis 2028 Investitionen in Höhe von gut 62 Millionen Euro vor – trotz düsterer Finanzprognose. In welche Projekte das Geld fließen soll.

Bruckmühl – Der Haushalt der Marktgemeinde Bruckmühl für das laufende Jahr 2025 mit einem Gesamtvolumen von knapp 65,1 Millionen Euro ist ein imposantes Zahlenwerk geworden: Der Verwaltungshaushalt beläuft sich dabei gerundet auf 50,2 Millionen Euro, der Vermögenshaushalt auf 14,9 Millionen Euro.

Der Marktgemeinderat hat dazu im ersten Schritt dem Haushaltsplan 2025 sowie der damit verbundenen Priorisierungsliste für gemeindliche Investitionen für den Haushaltsplan 2025 mit jeweils einstimmigen Beschlüssen zugestimmt.

Im zweiten Schritt folgten dann die Beratungen und Abstimmungen zum Finanzplan und Investitionsprogramm – beide jeweils für die Jahre 2025 bis 2028. Ohne größeren Erörterungsbedarf gab auch hier das Kommunalplenum den beiden Einzel-Themen mit jeweils einstimmigen Beschlüssen grünes Licht.

Der Schuldenstand wird steigen

Kämmerer Michael Lindner erläuterte dazu dem Gremium die wesentlichen Grundpfeiler des Finanzplanes 2025 bis 2028 und des Investitionsprogramms für den gleichen Zeitraum. Seinen Aussagen nach werden in den kommenden Jahren mehrere Großprojekte den Haushalt prägen und den Schuldenstand somit auch ansteigen lassen: „Mit einer Entspannung der Schuldenlast ist nach derzeitigem Stand erst zum Jahresende 2027 zu rechnen.“

Bei dem Investitionsprogramm 2025 bis 2028 stehen nach Darstellung Lindners im Jahr 2025 rund 14,9 Millionen Euro, im Jahr 2026 rund 15,5 Millionen Euro sowie im Jahr 2027 circa 14,2 Millionen Euro und 2028 rund 17,7 Millionen Euro auf der Agenda. Das Ratsplenum stimmte dem vorgelegten Zahlen-, Daten- und Faktenwerk ohne weitere Sacherörterung und ohne weiteren Diskussionsbedarf jeweils einstimmig zu.

In den kommenden vier Jahren stehen folgende Großprojekte in der Marktgemeinde an: 8,0 Millionen für Ersatzbeschaffungen, Neuanschaffungen und Baumaßnahmen rund um die sieben Gemeinde-Feuerwehren. 8,1 Millionen für den Ersatzneubau des Pfarrkindergartens Götting. Baumaßnahmen an den Schulen für die Ganztagsbetreuung sind mit 5,5 Millionen veranschlagt.

Rathauschef Richard Richter (CSU/PW) stellte bei dem Schulthema klar: „Damit wird von uns auch der durch die Bundesregierung und den Bundestag vorgegebene Rechtsanspruch ab 2026 umgesetzt.“ Dazu kommen weitere 900000 Euro für Sanierungsmaßnahmen der Kita Villa Kunterbunt und 2,45 Millionen für Maßnahmen der Städtebauförderung.

Richter: „Es geht
an die Substanz“

Zudem wirft das Investitionsprogramm für den Straßenbau 1,7 Millionen Euro, für ein Parkhaus in Bahnhofsnähe 1,5 Millionen Euro, für Hochwasserschutzmaßnahmen 2,9 Millionen Euro, für die Abwasserentsorgung 1,6 Millionen Euro und für die Wasserversorgung 1,4 Millionen Euro sowie für den Grunderwerb 1,5 Millionen aus.

Im Schlusswort machte Bruckmühls Bürgermeister den Ernst der Lage deutlich; „Wir sind in weiten Teilen leider fremdgesteuert, gerade was die Einnahmesituation angeht. Wenn dies auch so in den kommenden Jahren weitergeht, geht es an die Substanz.“

Artikel 3 von 11