Bad Aibling – Zufälle gibt’s, die gibt’s gar nicht. In der Wirtschaftsschule Alpenland wurde um kurz vor 12 Uhr am Donnerstag der Feueralarm ausgelöst. Das löste einen Großeinsatz von Feuerwehr, Rotem Kreuz und Polizei aus. Doch das Gebäude, das sicherheitshalber evakuiert werden musste, war nahezu menschenleer. „Das war Glück im Unglück“, sagt Schulleiter Randolf John und spricht über einen unglaublichen Zufall.
Mit „großem
Besteck“ ausgerückt
Doch der Reihe nach: Als die Einsatzkräfte „mit dem großen Besteck“ anrückten, war John schon relativ klar, dass nichts Dramatisches passiert war. „Ursache für den Feueralarm waren mindestens zwei beschädigte Akkus der Notfallbeleuchtung in der Turnhalle“, erklärt der Schulleiter. Diese hätten geraucht und seltsam gerochen. „Interessanterweise waren am Donnerstag zufällig schon Handwerker bei der Turnhalle unterwegs, die von einem Geruch sprachen, den sie nicht zuordnen konnten.“
Auch die Feuerwehr stellte die Akkus schnell als Ursache für den Feueralarm fest und beförderte diese in eine feuerfeste Schale. „Mehr ist also nicht passiert und ich habe auch die Nachbarschulen darüber informiert, dass trotz des großen Einsatzaufgebotes nichts Dramatisches geschehen ist“, erklärt John. Dennoch hätten die Einsatzkräfte in ihrem Aufgebot zur Sicherheit anrücken müssen. „Und normalerweise hätten wir das Gebäude bei einem Feueralarm auch evakuiert“, sagt John. Doch ausgerechnet an diesem Tag herrschte kein normaler Schulbetrieb.
„Wir hatten unseren zweiten Digitaltag mit Distanzunterricht in diesem Schuljahr.“ An diesen Tagen erlernen die Schüler etwa den Umgang mit Videokonferenzen und erlangen digitale Fertigkeiten, die später im Beruf gefragt sind.
Turnhalle blieb am Freitag gesperrt
Aus diesem Grund war kurioserweise kein einziger Schüler von dem Feueralarm und der Räumung des Gebäudes betroffen. „Es waren lediglich die Schulleitung, ein paar Lehrer und der Hausmeister da“, berichtet John vom glücklichen Umstand.
Die Turnhalle blieb am Freitag dennoch gesperrt. „Es riecht dort unangenehm und man weiß nie, welche Dämpfe da unterwegs sind.“ Sportunterricht musste deshalb jedoch auch nicht ausfallen. Und so endete am Donnerstagnachmittag ein größerer Feuerwehreinsatz, den glücklicherweise kaum jemand mitbekommen hat.
Nicolas Bettinger