Zum Thema „Feldkirchen bekommt Lidl“ (Lokalteil):
Interessant ist an diesem Projekt, dass der neue Hauptbetreiber in Form der Firma Lidl wohl nur eine begrenzte Zeit den Standort nutzen will. Anders kann man die Bewertungen auf der Gemeindewebseite zu einigen Aspekten der Nutzung der Fläche nicht verstehen. Da wird eine Mischnutzung mit Wohnbebauung oder Gewerbe im Obergeschoss wegen begrenzter Laufzeit als unmöglich verworfen. Wie sieht die Situation dann in 10 bis 15 Jahren aus? Lidl ist weg und das Gebäude nicht weiter vermittelbar.
Der bestehende Edekamarkt hat der Konkurrenz mit Lidl nicht standgehalten und die Apotheke ist abgelegen in einer Gewerberuine. Ebenso ist ja auch der Osten des Ortsteils Feldkirchen eigentlich schon gut über den Edeka-Vollsortimentierer versorgt, der einige Jahrzehnte überlebt hat und heute schon direkt an der Staatsstraße liegt. Wo ein Markt guttäte, wäre der Westen des Ortsteils Feldkirchen, aber der ehemalige Tengelmann konnte nicht in eine weitere Versorgung der Einwohner übergeführt werden, sondern vergrößert die Fläche einer Autofirma.
Für den Netto-Markt in der Mitte des Ortsteils wurde damals eine Bürgerbefragung gefordert und durchgeführt. Warum wird dies nicht mal wiederholt und nach aktuellen Ergebnissen eine Strategie für die Versorgung der Bürger der Gemeinde und deren Einzugsgebiet entwickelt, die dann wirklich zukunftsfähig und nachhaltig gestaltet werden kann?
Michael Oberndorfner
Feldkirchen-Westerham