Bad Feilnbach – Die Legislaturperiode einer Bad Feilnbacher Apfelkönigin – auch ihrer Prinzessinnen – dauert zwei Jahre. So legten es die verantwortlichen Vorstandsmitglieder vom Obst- und Gartenbauverein Feilnbach-Wiechs-Litzldorf 2006 fest, als die Idee, Bad Feilnbachs Obstanbauregion mit seinen einzigartigen Streuobstwiesen mithilfe einer Repräsentantin bekannter zu machen, geboren wurde.
Treibende Kräfte waren damals der früh verstorbene Vorsitzende Christian Eder und sein Stellvertreter Andreas Henfling. Sie proklamierten in der damaligen Hauptversammlung Agnes Riedl zur ersten Apfelkönigin, Agnes I.. Sie bekleidet aktuell das Amt der stellvertretenden Vorsitzenden.
In der diesjährigen Jahreshauptversammlung stand die Abdankung der neunten Bad Feilnbacher Apfelkönigin Regina II. mit Vorstellung ihrer Nachfolgerin Maria II. auf der Tagesordnung. Für klangvolle und beschwingte Abwechslung sorgte die Kapelle „PRO7“.
„Aushängeschilder“
für Bad Feilnbach
Den bürgerlichen Namen Regina Weinzierl tragend, erlebte die scheidende Repräsentantin eine ehrenvolle und für sie unvergessliche Verabschiedung aus ihrem Ehrenamt. Vor allem ließen es sich die amtierende Apfelkönigin Martina I. (Sperr) aus St. Wolfgang, die ehemalige Traunsteiner Rosenkönigin Verena I. (Rachl) sowie die ehemalige Hallertauer Bierkönigin Alina I. (Schäffler) nicht nehmen, Regina Weinzierl aus ihrem Amt zu verabschieden. In ihrer Laudatio schätzten die Hoheiten hochwertiger Erzeugnisse Regina Weinzierls fröhliches und begeisterungsfähiges Wesen mit stets offenem Ohr. Unvergessen bleiben den Hoheiten zufolge auch der fürsorgliche, beherzte und geduldsame Umgang Weinzierls mit ihren Prinzessinnen sowie Michael Litzlfelder als treuer Begleiter an ihrer Seite.
Bad Feilnbachs Bürgermeister Max Singer und Raphael Wagner, Leiter der Kur- und Gästeinformation, werteten die scheidende Apfelkönigin und auch ihre Prinzessinnen als absoluten Höhepunkt für Bad Feilnbach. Viele Gäste, unter anderem hochrangige Politiker, hätten die Aushängeschilder zum Wohle des regionalen Obstanbaus ins Herz geschlossen, so etwa bei der Eröffnung des Apfelmarkts. Ebenso sei es den Hoheiten zusammen mit dem Obst- und Gartenbauverein gelungen, den Bekanntheitsgrad von Bad Feilnbach weit nach außen zu tragen. Dafür nahm die scheidende Apfelkönigin ihrem abschließenden Bericht zufolge in ihrer Amtszeit etwa 6950 Kilometer in Kauf. Ziele waren verschiedenste Auftritte und Besuche von öffentlichkeitswirksamen Veranstaltungen, unter anderem bei der „Grünen Woche“ in Berlin, beim Neujahrsempfang der Bayerischen Staatsregierung, bei Märkten und Ausstellungen in Traunstein oder bei der Rosenheimer Schmankerlstraße sowie anderen Veranstaltungen.
Langweilig wurde es
den Hoheiten nicht
Zu den interessanten Begebenheiten, aus denen sich Freundschaften entwickelten, gehörten laut Regina II. das Zusammentreffen mit Produkthoheiten in Karlshud, St. Wolfgang, Traunstein, in der Hallertau sowie mit 147 ebenbürtigen Majestäten der Arbeitsgemeinschaft „Deutscher Königinnen“ und ein Besuch auf dem elterlichen Hof der Bayerischen Kartoffelkönigin Daniela Dreher.
Aber auch innerhalb des Gemeindegebiets verspürten die heimischen Hoheiten keinerlei Langeweile. Darunter fielen der Auftritt bei „Bad Feilnbach brennt!“, der Besuch der gemeindlichen Kindergärten und natürlich der Bad Feilnbacher Apfelmarkt.
Ein besonderer Dank der scheidenden, neunten Bad Feilnbacher Apfelkönigin sowie des Vorsitzenden Michi Litzlfelder galt ihren Eltern, der Gemeinde und der Kur- und Gästeinformation sowie allen Unterstützern, die Regina II. während ihrer Regentschaft den Rücken stärkten und sie bei den vielen Auftritten unterstützten. Peter Strim