Vagen – Auch in Friedenszeiten haben Vereine, die an gefallene und vermisste Soldaten und an kriegerische Zeiten erinnern, einen festen Platz im Dorfleben. Das hat sich anlässlich der Jahresversammlung des Veteranen- und Reservistenvereins Vagen deutlich gezeigt.
Vor allem der Jahrtag, den die Veteranen gemeinsam mit allen Vagener Ortsvereinen feiern, kann dafür genannt werden. Vorsitzender Karl Leitner erinnerte, dass der an diesem Tag gespendete Betrag ausschließlich für den Blumenschmuck am Kriegerdenkmal verwendet wird. Leitners Dank galt den Spendern, vor allen aber Margit Baumann, die sich um das Pflanzen und die Pflege der Blumen kümmert.
Die Mitglieder, die seit vielen Jahren dem Verein angehören, wurden mit Urkunden und Anstecknadeln geehrt: Stefan Engl für 25, Manfred Wünsch, Eberhard Baumgartner und Ernst Riedmeier für 40 Jahre. Entlastet wurde Kassier Jürgen Roth, Schriftführer Georg Weber und den Fahnenbegleitern Stefan Huber und Josef Haimerl wurde gedankt. „Schade, dass das Bezirkstreffen der Interessengemeinschaft Rosenheim gleichzeitig mit unserem Jahrtag stattfand, wir wären gerne nach Irschenberg-Niklasreut gefahren“, bedauerte der Vorstand. Fest eingeplant aber ist das diesjährige Treffen in Kiefersfelden am 4. Mai. Auch über die Einladung der Feuerwehr Vagen, die Ende April ihr 155-jähriges Gründungsfest feiert, freuen sich die Veteranen.
Auch der bevorstehende Abriss des Gasthofs Schäffler berührt die Veteranen, wenn auch nur indirekt. Die 1881, also in den Gründerjahren des Vereins, gestickte Fahne muss samt dem Kasten und der Bildersammlung umziehen. Die Frage ist: Wohin? Sie wurde von Schneidermeister Michael Moser vor einigen Jahren liebevoll restauriert und ist in gutem Zustand. Als den Löser für dieses Problem sehen die Mitglieder des Vereins die Gemeinde, genauer gesagt: Erster Bürgermeister Johannes Zistl. Die Bitte um Hilfe beim Suchen nach einem geeigneten Platz soll im Rathaus eingereicht werden. Musikalisch umrahmt wurde die Versammlung von Philipp Berghoff.me