„Wir hätten damals alle gelogen“
Der „Rosenheimer Weg“ der Erinnerungskultur an die Zeit und die Opfer des Nationalsozialismus hat einen neuen Markstein bekommen: Eine Smartphone-App, die es ermöglicht, die Gedenk-Orte in der Stadt in ganz besonderer Eindringlichkeit zu erfahren. Für Oberbürgermeister Andreas März (am linken Bildrand) war die Freischaltung der App am vergangenen Dienstag ein bewegender Moment, wie er sagte. Rechts neben ihm lauschen Dr. Christian Höschler, der Leiter des Stadtarchivs, sowie die Künstlerin Christiane Huber. Foto Thomae
Erinnerungsorte in Rosenheim noch eindringlicher erfahren. Das ermöglicht jetzt eine neue App, die durch die Zeit des Nationalsozialismus führt. Warum das Erinnern jeden etwas angeht und wie eine Wiederholung verhindert werden soll.
Rosenheim – „Ich glaub, wir hätten damals alle gelogen, als Nazis.“ Diesen Satz sagt eine junge Schülerin der Otfried-Preußler-Mittelschule in Stephanskirchen. Und sie meint damit: nicht nur nach Ende des Krieges gelogen über die eigene Verstrickung in den Nationalsozialismus, sondern während der un