Beyharting – Ein Meilenstein im Netzausbau wurde dieser Tage mit dem Spatenstich in Beyharting für den Glasfaserausbau in der Gemeinde Tuntenhausen gesetzt. Dazu packten Bürgermeister Georg Weigl sowie Vertreter der Telekom und der Baufirma Nibler gemeinsam mit an. 360 Haushalte und Unternehmensstandorte profitieren von diesem Ausbauschritt im geförderten Glasfaserausbau in Tuntenhausen, teilten die Verantwortlichen mit.
Sie können damit deutliche höhere Geschwindigkeiten bis zu 1000 Megabit pro Sekunde bekommen. Das heimische WLAN sei damit so stabil und zuverlässig, dass mehrere Personen gleichzeitig digital lernen und arbeiten, surfen, streamen und spielen können.
27 Meter Kabel
werden verlegt
Dafür werden in der Gemeinde rund 27 Kilometer Kabel verlegt, so die Unternehmensgruppe Nibler, die die Tiefbauarbeiten übernimmt und zugleich neue Netzverteiler aufgestellt. Leider könnten dabei aber nur wenige Leerrohre genutzt werden, sodass viele Baggerarbeiten nötig seien.
Der Netzausbau soll bis Jahresmitte 2026 abgeschlossen sein. Beim Ausbau arbeitet die Gemeinde eng mit der Deutschen Telekom zusammen. „Die Beeinträchtigungen für die Anwohner wollen wir dabei so gering wie möglich halten, deshalb werden wir auch in einzelnen Bauabschnitten arbeiten“, erklärt Martin Prametsberger, Kommunalberater Glasfaser bei der Telekom.
„Schnelles Internet gehört mittlerweile zum Leben unserer Bürger dazu“, betonte Bürgermeister Georg Weigl. Das moderne Netz gewährleiste langfristig Lebensqualität sowie die wirtschaftliche Entwicklung von Tuntenhausen. Weigl verglich den digitalen Standortvorteil heutzutage mit der Wichtigkeit von Wasser und Strom. Da kommt die Förderung durch das Bundesministerium für Digitales und Verkehr (BMDV) gerade recht: Über zwei Millionen Euro Fördermittel stehen hier laut Haushalt der Gemeinde alleine für 2025 bereit. Das Besondere bei dem Projekt: Die Telekom verlegt die Glasfaserkabel bis ins Haus. Dann sei nur noch eine Zustimmung für den Hausanschluss notwendig. „Wer seine Zustimmung für den Hausanschluss bisher noch nicht gegeben hat, kann das jetzt nachholen“, so Prametsberger. Deshalb würden in den nächsten Wochen auch Beratungsgespräche durch ein Marketingunternehmen im Auftrag der Deutschen Telekom mit Zustimmung der Gemeinde Tuntenhausen durchgeführt. „Bitte geben Sie den Personen die Gelegenheit, ihr Anliegen zu erklären und entscheiden Sie dann, ob sie eine Beratung wünschen oder nicht“, bittet der Bürgermeister die Einwohner, während das Unternehmen erklärt, dass es wichtig sei, diesbezüglich noch während der Bauphase aktiv zu werden. Denn dann könne das Glasfaserkabel nicht nur bis zur öffentlichen-privaten Grundstücksgrenze, sondern bis in den Technik-Raum im Haus gelegt werden.
Prametsberger zeigte dabei auch auf, wieso sich ein Umstieg auf Glasfaser lohnt: „Im Vergleich zu den Kupferleitungen ermöglichen Glasfaserkabel deutlich höhere Übertragungsraten. Das bedeutet, dass ein Glasfaseranschluss rasend schnell riesige Datenmengen herauf- und herunterladen kann.“ Hinzu komme, dass der Anschluss während der Bauphase kostenlos ist, wobei aber der Abschluss eines neuen Tarifs vonnöten sei. Auf telekom.de/glasfaser könne jeder Bürger unverbindlich prüfen, ob seine Immobilie in dieser Ausbaustufe dabei ist.
Nächster Schritt
folgt im Jahr 2026
Im kommenden Jahr soll dann im nächsten Schritt ein weiterer Teil des Gemeindegebietes mit Glasfaser versorgt werden. Die Gemeinde Tuntenhausen verfolgt mit diesem Projekt ihr Ziel, die Breitbandversorgung weiter zu verbessern und so zu einer flächigen Breitbandversorgung zu gelangen. Weitere Informationen gibt es auch auf der Homepage der Gemeinde.