Bad Aibling – Die Neugestaltung des Vorplatzes und des Eingangsbereiches der Bad Aiblinger Georgskirche ist abgeschlossen. Das Areal ist jetzt barrierefrei und wird im Rahmen eines kleinen Festaktes nach dem am Sonntag, 27. April, um 10.15 Uhr beginnenden Gottesdienst von Pfarrer Philipp Kielbassa gesegnet und offiziell seiner Bestimmung übergeben.
Breiter Gehweg
von Sonnenstraße aus
Kirchenpfleger Herman-Ulrich Viskorf freut sich über das Ende der Baumaßnahmen und empfindet das jetzige Erscheinungsbild der Fläche als gelungen. „Dadurch hat nicht nur dieser Bereich eine erhebliche Aufwertung erfahren. Das gilt auch für das benachbarte Grundstück“, sagt Viskorf. Auf dem errichtete die Stadt für knapp 60 Millionen Euro den Neubau der Grund- und Mittelschule Sankt Georg, der im Sommer vergangenen Jahres im Beisein von Bayerns Ministerpräsident Markus Söder offiziell eingeweiht wurde.
Der Zugang zum Gotteshaus erfolgt im Gegensatz zu den bisherigen Gegebenheiten jetzt völlig getrennt von den Parkplätzen über einen breiten Gehweg von der Sonnenstraße aus. Die bisher vorhandenen Stufen, die vor allem älteren Menschen und Besuchern mit Handicap das Betreten der Kirche bisher zum Teil erheblich erschwerten, gehören der Vergangenheit an.
Auf dem Vorplatz befinden sich jetzt auch Bänke, die zum Verweilen einladen. Einen prominenteren Platz als bisher hat die Figur des heiligen Georg erhalten, der Schutzpatron der Kirche ist. „Den wollten wir mehr in den Blickpunkt rücken“, begründet der Kirchenpfleger diese Maßnahme.
Dankbar für die
gute Zusammenarbeit
Durch Hecken und Gehölz getrennt, wurden an der Westseite des Grundstücks zwölf Parkplätze angelegt, an dessen Ostseite befinden sich Fahrradständer. Das Investitionsvolumen von rund 250000 Euro umfasst auch großzügig bemessene und gut beleuchtete Schaukästen, überwiegend für Nachrichten aus dem Bereich der Stadtkirche, sowie ansehnlich gestaltete Grünanlagen. Der Neuanstrich der Außenfassade rundet das Maßnahmenpaket ab.
Kirchenpfleger sind nicht nur für die gute Zusammenarbeit innerhalb der zuständigen kirchlichen Gremien verantwortlich, sondern auch für das partnerschaftliche Miteinander mit der Stadt. „Das waren wirklich angenehme Gespräche“, so Viskorf. Ein Ergebnis des Gedankenaustausches ist beispielsweise, dass die Kirchengemeinde die zur Schule gehörenden Parkplätze zu Zeiten mitbenutzen kann, in denen diese nicht für das dort beschäftigte Lehr- und Verwaltungspersonal benötigt werden. Was die Finanzierung betrifft, kam der Kirchenverwaltung die großzügige Unterstützung einer Spenderin, die ungenannt bleiben möchte, sehr entgegen. „Das war wirklich eine wertvolle Hilfe für uns“, ist sich der Kirchenpfleger mit Verwaltungsleiter Michael Liegl von der Stadtkirche Bad Aibling einig. Liegl hatte im Herbst vergangenen Jahres bestätigt, dass die Kirchengemeinde zur Finanzierung ihres Eigenanteils seit längerer Zeit Rücklagen gebildet habe. Das Geld stammte vor allem aus den Mitteln, welche das Ordinariat jährlich für den Gebäudeunterhalt zur Verfügung stellt.
Die Freude des Kirchenpflegers teilt Bärbel Merk, die Vorsitzende des Pfarrgemeinderates von St. Georg. „Der Neubau der Schule und der neugestaltete Vorplatz der Kirche passen wunderbar zusammen. Das ist ein harmonisches Ensemble“, ist sie überzeugt. Die bevorstehende Einweihung sei „ein Freudentag für die gesamte Pfarrgemeinde“.
Sektempfang
und Weißwürste
Deshalb soll am 27. April nach dem offiziellen Teil auch ein wenig gefeiert werden. Es gibt laut Merk einen Sektempfang, dem sich ein Weißwurst-Frühschoppen anschließt. „Bei schönem Wetter stellen wir vor der Kirche Biertisch-Garnituren als Sitzgelegenheit auf. Wenn es regnet, feiern wir im Pfarrheim“, sagt Merk.