Bad Feilnbach – Mit Peter Westner hat Bad Feilnbach ein prägendes Gesicht und vor allem einen wertvollen Menschen verloren. Er ist, wie Pfarrer Ernst Kögler es in seiner Predigt ausdrückte, über die Brücke jenen Kreuzes gegangen, das er auf seinem Lebensweg als Gast auf Erden mit sich trug.
Der Friseur aus Leidenschaft und mit Herz, besser bekannt als „Jack“, ist am nach kurzer, schwerer Krankheit verstorben. Um ihn trauern nicht nur Ehefrau Gitti, Tochter Nicole sowie Angehörige, sondern ebenso ein großer Freundes- und Bekanntenkreis aus Bad Feilnbach und weit über die Grenzen hinaus. Zeugnis davon bot eine stattliche Trauergemeinde, welche ihre Verbundenheit in der voll besetzten Bad Feilnbacher Pfarrkirche Herz Jesu beim Seelengottesdienst bekundete. Das Requiem bereicherte der Gemeinschaftschor und der „Sechser-Gsang“ unter der Leitung von Andreas Henfling.
Am 12. August 1951 erblickte Peter Westner das Licht der Welt und verbrachte seine Kindheit und Schulzeit in Heufeld und Bad Aibling. In Bruckmühl erlernte er seinen Traumberuf Friseur und übte ihn mit Herz und Seele unter anderem in einem Schwabinger Salon in München aus.
Es zog ihn nach Bad Feilnbach, wo er am 5. Oktober 1982 seinen eigenen Salon eröffnete und 42 Jahre lang bis zum Abbrechen seiner „irdischen Zelte“ und „Heimkehr ins Reich Gottes“, so Pfarrer Kögler, mit Leidenschaft führte.
Sein Kundenkreis beschränkte sich bei Weitem nicht nur auf Bad Feilnbacher Bürger. Bei ihm ließen sich auch bekannte Größen, darunter verschiedene Fußballerlegenden aus renommierten Bundesligavereinen einen passenden und sauberen Haarschnitt verpassen. Es entstanden dabei viele und langjährige Freundschaften.
1977 lernte er seine „Gitti“ kennen, die er 1983 heiratete. Im gleichen Jahr kam Tochter Nicole zur Welt. Sportlich beschäftigte „Jack“ sich mit Tennis sowie mit Fußball, den er aktiv beim SV Bad Feilnbach ausübte. Dort trainierte er auch Kinder- und Jugendmannschaften. Er liebte die Geselligkeit, dazu gehörte der Stammtisch beim Kistlerwirt.
Er bleibt für viele seiner Weggefährten nun als Legende „Mensch“ in Erinnerung. pes