Feldkirchen-Westerham – Das großflächige Hochwasserrückhaltebecken (HWRB) zwischen Feldolling und Vagen soll im kommenden Jahr fertiggestellt werden. Seine Aufgabe besteht darin, im Ernstfall mehr über sechs Millionen Kubikmeter Regen- und Oberflächenwasser zurückzuhalten. Also bei Starkregen und Überschwemmungen die Mangfall flussabwärts bis zum Inn zu entlasten und somit zu verhindern, dass bis Rosenheim Hochwasserschäden im zweistelligen Millionenbereich entstehen. Das HWRB ist weitgehend fertiggestellt. Vor allem das Einlassbauwerk in Schwaig und das Überlaufbauwerk in das Becken des Leitzach-Kraftwerkes sind betriebsbereit. Das heißt, dass im Ernstfall die gesamte Fläche nördlich von Feldolling geflutet werden könnte.
Wie aber sollen diese maximal mehr als sechs Millionen Kubikmeter wieder in die Mangfall zurückgeleitet werden? Die Antwort auf diese Frage liefern ein sogenanntes Schachtbauwerk und Auslassbauwerk, dessen Bau schon begonnen wurde, das aber erst im kommenden Jahr fertig sein wird. Aktuell wird an der Installation der elektrotechnischen Steuerung des Beckens gearbeitet. Das „Herz der Anlage“ wird in einem eigenen Gebäude in Schwaig untergebracht. Dieses wird einstöckig gebaut, zwölf Meter lang, neun Meter breit und mit einem Flachdach eingedeckt werden.
Von dort aus werden die über Glasfaserleitungen aus den verschiedenen Messstellen kommenden Daten die Antriebe für das Einlass-, das Überlauf- und das Auslaufbauwerk steuern.
Ein eigenes, leistungsfähiges Notstromaggregat wird installiert werden, um die Funktion der Steuerbefehle an die Revisionstafeln in jeder Situation sicherzustellen und damit den Wasserzufluss zum HWRB und die Wasserableitung zuerst in das Leitzachwerkbecken und dann in die Mangfall zu regulieren. me