Feldkirchen-Westerham – Der Volksmusiktag in Feldkirchen setzte auch heuer sowohl hinsichtlich musikalischer Vielfalt als auch gelebter Tradition Maßstäbe. Über 100 Kinder, Jugendliche und Erwachsene kamen zusammen, um einen ganzen Tag mit Musizieren mit den verschiedensten Instrumenten, Singen, Tanzen und Freude an der Volksmusik zu erleben.
Die Veranstaltung gibt es nun schon seit über zwei Jahrzehnten und sie ist fester Bestandteil des kulturellen Lebens in der Region. Dass der Volksmusiktag weiter wächst und sich das Einzugsgebiet der Teilnehmer stetig erweitert, ist eine große Freude und Anerkennung für die Organisatorin, die Musiklehrerin Angelika Weber, und das gesamte Referententeam.
Teilnehmer nicht nur aus der Region
So kommen die Musikanten und das erfahrene elfköpfige Referententeam nicht nur aus der Gemeinde und der Region, sondern auch von Schrobenhausen über Sauerlach bis Bayrischzell und Trostberg.
Der Volksmusiktag, der unter dem Motto „Zusammen klingen – Tradition bewahren“ steht, startete mit einer gemeinsamen Sing- und Tanzstunde in der Turnhalle, in der sich die Teilnehmer auf lockere Weise miteinander bekannt machten. Anschließend folgten instrumentale Gruppenstunden, in denen die jungen Musiker in intensiv betreuten Gruppen verschiedenste und manchmal gar erste musikalische Erfahrungen sammelten.
Über den gesamten Tag hinweg wurden Stücke einstudiert, die nicht nur traditionelle Volksmusik und Volkslieder, sondern auch neu komponierte Melodien und selbst gedichtete Strophen enthielten und so auch die Kreativität der Teilnehmer widerspiegelten.
Aus der Turnhalle, der Mittelschule und dem gesamten Kultur- und Sportzentrum hörte man fröhliche Flöten-, Harfen-, Hackbrett-, Geigen-, Klarinetten-, Trompeten-, Posaunen-, Tenorhorn-, Tuba-, Akkordeon- und Akkordeon-Töne.
Auf eine weitere Sing- und Tanzstunde, ein gemeinsames Mittagessen in der Mensa der Grundschule und eine zweite Gruppenstunde folgte dann die nächste Herausforderung: die gemeinsame Orchesterprobe in der großen Turnhalle. Zugrunde lag die Melodie des Liedes „Vo Mühlegg bis auf Schneizlreith“. Dieses Stück haben im Laufe des Tages alle Teilnehmer auf ihren Instrumenten gelernt. Doch dann galt es, alle Gruppen zu einer großen Einheit mit über 100 Instrumenten, aufgelockert mit selbst gedichteten Strophen und Zwischenspielen der einzelnen Gruppen, zusammenzufügen.
Es war für alle ein riesiges Klangerlebnis. Angelika Weber sagt dazu: „Es ist immer wieder ein Geschenk, als Dirigentin vorne zu stehen und in so viele konzentrierte, aber glückliche und begeisterte Augen zu sehen.“
Höhepunkt des Tages war ein großes Abschlusskonzert im Kultur- und Sportzentrum, bei dem alle Gruppen ihr Erlerntes vor Publikum präsentierten. Zum Schluss des Tages verschmolzen die Klänge von 110 Musikanten im Orchesterstück, das Jung und Alt, Eltern, Großeltern und Freunde, gleichermaßen begeisterte.
Begeisterung hält noch lange an
Es war wieder einmal beeindruckend, zu sehen, wie die Volksmusik nicht nur die heimischen Traditionen lebendig hält, sondern auch neue Impulse setzen kann und alle Generationen zusammenbringt. Die zahlreichen begeisterten Besucher, das gemeinsame Musizieren mit Blick sowohl auf bewährte Traditionen als auch innovative Impulse und die gelebte Herzlichkeit machten auch den Volksmusiktag 2025 zu einem unvergesslichen Ereignis.