Von Malerei bis Metallskulpturen

von Redaktion

Georg und Uwe Huber stellen Werke im Rathaus Tuntenhausen aus

Tuntenhausen – Die Werke der Huber-Brüder sind von Freitag, 16. Mai, bis Sonntag, 1. Juni, im Rathaus von Tuntenhausen zu sehen. Zur Vernissage der ersten Ausstellung im Rathaus laden die beiden Künstler Uwe Huber (Skulpturen) und Georg Huber (Malerei) am Freitag um 18 Uhr alle Interessierten ein. Die musikalische Einführung übernimmt Sabine Xoxi Huber.

Farbenfrohe Motive
als Inspiration

Georg Huber wurde 1961 in Rosenheim geboren. Er arbeitet als Maler, Dozent, Autor und Verleger in Ostermünchen. Sein aktuelles Buch, der Bildband „American Roadside“, ist im Buchhandel erhältlich. Schon als Jugendlicher war er fasziniert von Comics, farbenfrohen Plakaten, Postern und Schallplattencovern. Anfang der 80er-Jahre hängte er seinen erlernten Beruf an den Nagel und widmete sich mit ganzem Elan seiner eigentlichen Passion, dem Arbeiten mit Farben.

Geprägt von
USA-Erlebnissen

Bei seinen vielen Reisen nach Amerika stellte er einen anderen Umgang mit der Kunst fest. Alles wirkte auf ihn unverkrampfter, gelöster, lockerer als in Deutschland, viel mehr schien hier möglich. Hier in Amerika konnte man einfach „schöne“ Bilder malen und präsentieren. Das waren „Aha“-Erlebnisse, die Huber in seiner Entscheidung, als Künstler zu arbeiten, bekräftigten.

Mittlerweile sind viele seiner Werke als Schallplatten- und CD-Cover erschienen oder wurden als Kunstdrucke verlegt. Auch die USA- und Kanada-Ausgaben des Magazins „Art Scene International“ würdigten Hubers Kunst mit Titelbildern und mehrseitigen Beiträgen. Als Kunstmaler ist er ein Autodidakt. Acryltechnik, Airbrush, Wandbemalung – seine Bandbreite ist groß, sein Malstil unverkennbar, farbenfroh und positiv. Die Bilder sind geprägt von Sehnsucht, Freiheit und der Freude am Leben. Georg Huber bezeichnet sich selbst als „Traveling Artist“. Er verbindet in seinen Kunstwerken Traumwelten mit der Wirklichkeit und umgekehrt. So entstehen Bilder in einem unverkennbaren Malstil, bei denen man die Hingabe an das Motiv und die Liebe zum Detail spürt. Seine Bilder sind geprägt von Sehnsucht, Freiheit und der Freude am Leben und damit Gegenpole zur oft ruhelosen und meist hektischen Alltagswelt, ein Fluchtpunkt für Auge und Geist.

Uwe Huber wiederum, wohnhaft in Sindlhausen, feiert dieses Jahr sein 30-jähriges Jubiläum als Künstler in der Region. Nachdem er zwischen 1995 und 2003 mit der Künstlerinitiative „Kultur am Bichl“ in Bad Aibling zahlreiche Ausstellungen initiierte, unter anderem die Ausstellungen im Kurpark, beim Kunstverein Bad Aibling und in der Tenne am Bichl, hatte er in den vergangenen Jahren Dauerausstellungen in Bad Feilnbach am Rathaus und im Medical Park. Uwe Huber hat sich damals ganz bewusst dafür entschieden, in der Region zu bleiben, um so mehr Zeit für die Familie und die eigentliche Arbeit zu haben.

Seit einigen Jahren geht es jetzt „back to the roots“. Das Ganze begann am Schrottplatz, wo Uwe Huber durch die grenzenlose Vielfalt an Dingen und Formen zu seiner Arbeit inspiriert wurde. So begann er aus Tausenden Einzelteilen Skulpturen zu bauen. Schon damals ein Recyclingprojekt, auch mit dem Ziel, dem Schrott unserer Wegwerfgesellschaft ein neues Leben zu geben. Und auch heute ist er dort mehrmals in der Woche auf Materialsuche anzutreffen.

Der Autodidakt fertigt alle seine Skulpturen selbst in Handarbeit. Sein besonderer Schwerpunkt liegt auf Metallarbeiten, bei denen er die Balance zwischen filigraner Ästhetik und einem humorvollen Umgang mit der Gestalt findet. Bestes Beispiel ist die vor dem Rathaus am Kreisverkehr in Tuntenhausen aufgestellte „Gruppe Radltour“, die sozusagen der Auftakt zur Ausstellung im Rathaus und weiteren Ausstellungen im Gemeindebereich ist. Es werden im Lauf dieses und nächsten Jahres weitere Skulpturen und Installationen in der Gemeinde aufgestellt. „Hier können die Bürger auch gerne Orte vorschlagen, an denen diese aufgestellt werden“, so Huber.

Witzig-skurril oder
imposant-fragil

Der gebürtige Kolbermoorer steht für teils witzig-skurrile oder auch imposant-fragile Metallskulpturen. Im Mittelpunkt seiner Arbeit steht immer die Auseinandersetzung mit der Gestalt. So entstehen Kleinplastiken, die aus wenigen alten Werkzeugen ein Tier formen oder auch aus vielen Teilen bestehen und hier im Wechsel zwischen Fläche und Freifläche Mensch und Tier formen.

Klangvolle
Verbindung schaffen

Sabine Xoxi Hubers Leidenschaft ist es, eigene Musik zu schaffen, die sie am liebsten live mit ihren Bands Windfox und Harpanera zum Besten gibt. Mal energisch kräftig, mal weich untermalend, doch immer hoch musikalisch weiß Sabine Xoxi Huber ihre Stimme gekonnt einzusetzen. Passend zum jeweiligen Thema der Songs schafft sie durch die Verbindung von Worten und Klängen ein stimmungsvolles Arrangement für die Zuhörer. Sie spielt diverse Saiteninstrumente, Akkordeon und als besonderen Liebling eine Indianerflöte aus Arizona.

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