Bad Aibling – Der Saal im Paulusheim an der Harthauser Straße war gut gefüllt bei der Mitgliederversammlung des Historischen Vereins Bad Aibling und Umgebung. Nach der Begrüßung durch den Vorsitzenden Felix Schwaller und der Feststellung der satzungsgemäßen Ladung wurde zunächst der Verstorbenen gedacht. Dann erfolgten die Tätigkeitsberichte der jeweils verantwortlichen Vorstandsmitglieder.
Felix Schwaller erklärte insbesondere die Probleme bei der finanziellen Absicherung der Neugestaltung des Museums. Im Zentrum seiner Ausführungen stand dabei der Antrag für das europäische Kulturförderprogramm im regionalen Raum Leader. Dafür müssten umfangreiche Vorarbeiten geleistet werden. Das inhaltliche Konzept wurde seitens des Vereins bereits vorgelegt. Es läge nun an der Stadt als Trägerin des Antrags, die finanziellen Vorgaben vorzulegen. Schatzmeister Michael Liegl wurde nach dem Bericht von Kassenprüferin Inge Scherer gemeinsam mit dem Vorstand einstimmig entlastet.
Manfred Schaulies, Archivleiter des Heimatmuseums, verwies auf zahlreiche Anfragen, die er positiv beantworten konnte. Erfolgreich war auch die abgeschlossene Restaurierung der wertvollen Zunfttruhen sowie einzelner Bilder und des sehr gut erhaltenen Kummets, gestiftet vor vielen Jahren von der Familie Heiler. Für die Neugestaltung des Handwerkerraumes wurde mithilfe fachlicher Beratung eine inhaltliche Festlegung der auszustellenden Exponate wesentlich vorangebracht, sodass im nächsten Schritt die Verwahrung der übrigen Stücke und ihre Lagerung im Depot erfolgen wird. Im Bericht von Manfred Schaulies wurde deutlich, dass umfangreiche Vorarbeiten für die Neugestaltung des Museums erfolgt sind und weitere anstehen. Der langjährige Leiter des Heimatmuseums Michael Stratbücker hat sein Amt aus gesundheitlichen Gründen niedergelegt. Da bislang noch kein Nachfolger genannt werden kann, bleibt der Posten zunächst unbesetzt.
Schließlich informierte die Zweite Vorsitzende Anneliese Wittkowski über das Konzept der Neugestaltung des Heimatmuseums im Erdgeschoss. Geplant ist die Umbenennung des Museums in „Museum Mangfalltal“. Damit soll dem Raum Rechnung getragen werden, der unsere Heimat im Zusammenklang von Landschaft und Geschichte heute noch sichtbar prägt.
„Ein Museum muss eine Geschichte erzählen!“, so Wittkowski. Ausgehend von den zahlreichen, wertvollen und besonderen Exponaten, über die der Verein verfügt, steht im Mittelpunkt das Erzählen der Geschichte beziehungsweise der Entwicklung des Raumes Mangfalltal. Dazu gehören neben der Festlegung der thematischen Schwerpunkte eine genaue Auflistung der einzelnen Exponate und die Formulierung der dazugehörigen Texttafeln.
Ein besonderer Dank gilt dabei Manfred Schaulies für die inhaltliche Konzeption sowie Felix Schwaller für die organisatorische und finanzielle fachliche Hilfe.
Schließlich stellte Anneliese Wittkowski die geplanten Veranstaltungen 2025 vor. Das genauere Programm kann auf der Homepage des Vereins eingesehen werden www.hv-aibling.de. Auch Nichtmitglieder sind dabei willkommen. Der Vortrag von Horst Barnikel über Hochwässer im Mangfalltal musste krankheitsbedingt entfallen.