Au – Der Imkerverein Au hat unter seiner im vergangenen Jahr neu gewählten Vorstandschaft mit ihrem Vorsitzenden Christian Schlemer, seinem Stellvertreter Thomas Mühlhuber, Schriftführer Markus Millauer und Kassier Thomas Pauls viele Vorhaben erfolgreich umgesetzt. Ergebnisse eines regen und aktiven Vereinslebens rund um Natur und Bienen mit ihren wertvollen Produkten erfuhren die Anwesenden in der gut besuchten Jahresversammlung im Gasthaus Weingast in Kematen.
Josefa Robionek mit
95 älteste Imkerin
Der Verein zählt derzeit 27 fördernde und 78 aktive Mitglieder, zu der Josefa Robionek mit 95 Lenzen als älteste Imkerin gehört. Im vergangenen Jahr verstarb Emmeran Rauscher, der von 1996 bis 2004 als stellvertretender Vorsitzender und bis 2013 als Vorsitzender den Verein mit Hingabe leitete und sich aktiv im Gremium der Züchtergruppe Rosenheim engagierte.
An der Kapelle der Familie Gasteiger in Karrenhub bei Au wurde eine Maiandacht organisiert. 15 Kinder interessierten sich für die Imkerei im Rahmen des Ferienprogramms. Ferner gab es Vorstandssitzungen und Stammtische, einen Grillabend am Trogerhaus und eine Weihnachtsfeier mit Tombola beim „Post Kurbi“ in Au. Die Mitglieder beteiligten sich am Honigkurs in Tattenhausen als Voraussetzung zur Vermarktung köstlichen Honigs in Gläsern.
Spuren völliger Zerstörung von Bienenvölkern am Stand an der Hoferalm zwischen Au und Kreuzstraße hinterließ der Starkregen am 4. Juni des vergangenen Jahres.
Eine gute Resonanz verzeichneten Stefan Funk, Eva Harreuther und Daniela Fischer als dreiköpfiges Team zu dem Angebot „Imkern auf Probe“. Interessenten treffen sich dazu am Bienenwagen an der Kläranlage und widmen sich mit Feuer und Flamme einem verantwortungsvollen Hobby im Umgang mit den Nutzinsekten. Neuzugänge sind stets erwünscht und jeweils samstags ab 10 Uhr am Bienenwagen an der Kläranlage willkommen. Möglichkeiten, die Imkerei kennenzulernen, bestehen am jetzigen Standort noch bis Ende des Jahres. Ein bewegendes Kernthema im vergangenen Jahr war der käufliche Erwerb des Grundstücks am Kreuzfeld in Au. Dort steht seit Jahrzehnten bereits ein Bienenhaus, in dem der Ehrenvorsitzende Sepp Schlemer und dessen Ehefrau Conny sich ihrer leidenschaftlichen Berufung im verantwortungsvollen Umgang mit den Bienen und gewonnenen naturreinen Produkten widmeten. Gesundheitsbedingt mussten sie ihre besondere „Leidenschaft und Herzensangelegenheit“ aufgeben.
Vor wenigen Monaten übereigneten sie das Objekt dem Imkerverein Au. Nur das Grundstück mussten die Imker käuflich erwerben. Dem einstigen Vorsitzenden des Imkervereins und ehemaligen Leiter der Belegstelle „Wendelstein“ und anerkannten Reinzüchter im Landesverband sowie seiner Frau Conny waren Bienen und Natur eine stete Herzensangelegenheit. Die Versammlung nutzten Sepp und Conny Schlemer für die Übergabe einer großzügigen Spende in Höhe von 10000 Euro. Den symbolischen Scheck nahmen der Vorsitzende Christian Schlemer und seine Vorstandsmitglieder mit Freude entgegen.
Neuer Standort
bestens geeignet
Sichtlich bewegt erläuterte Schlemer den Werdegang über den künftigen Standort. Seit den Vorstandswahlen befasst sich sein Gremium mit einem Alternativstandort für ihren Bienenwagen, der nicht besonders einladend und abseits der Öffentlichkeit am Bad Feilnbacher Klärwerk steht. Am neuen Standort befindet sich ein genehmigtes Bienenhaus mit vorhandener Infrastruktur, umgeben von Streuobstwiesen und auch für die Allgemeinheit erreichbar.
Inzwischen fanden diverse Gespräche unter anderem mit Stiftungen sowie Imkerverbänden unter anderem zum Thema Finanzierung statt. Erfreulich war dabei die Spendenbereitschaft, die zum Grundstückserwerb, zur Sanierung des Bienenhauses und Gestaltung der Umgebung erforderlich ist. Kennenlernen können Interessenten die Anlage im Rahmen einer Besichtigung am Samstag, 17. Mai, ab 10 Uhr am Kreuzfeld zwischen Gottschallinger Straße und Kreuzwies in Au.